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Erfahrungsaustausch unter Personalexperten

14. Bergisches Management-Forum der TAW beleuchtete „Aktuelle Herausforderungen und Trends im Personalmanagement"

Wuppertal, 14. November 2012. Im Personalbereich finden tiefgreifende Veränderungen statt: So sind etwa die Anforderungen an fachliches Know-how und Beratungskompetenz sowie an die sozialen und persönlichen Fähigkeiten von Mitarbeitern deutlich gestiegen. Beim 14. Bergischen Management-Forum diskutierten Experten am gestrigen Dienstag über „Aktuelle Herausforderungen und Trends im Personalmanagement". Dazu eingeladen hatte die Akademie für Personalmanagement und Unternehmensentwicklung (afpu), die Teil der Technischen Akademie Wuppertal (TAW) ist.

„Mit dem Bergischen Management-Forum möchten wir Personalfachleute unterstützen, die Entwicklung von Menschen wie auch Organisationen voranzutreiben", so Ulrike Ligges von der Akademie für Personalmanagement und Unternehmensentwicklung (afpu), die die rund 80 Teilnehmer zur mittlerweile 14. Auflage begrüßte. „Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch sowie viele Impulse, Anregungen und Tipps."

Zum Auftakt rückte Caroline Wirtz, Seminarreferentin und Anwältin im Bereich Arbeitsrecht, CMS Hasche Sigle, den Fachkräftemangel in den Mittelpunkt. „Diesen werden diejenigen Unternehmen am besten meistern, die sich frühzeitig auf die veränderten Anforderungen ihrer Bewerber und Mitarbeiter einstellen", erläuterte sie. Das gelte nicht nur für die Rekrutierungsphase, sondern auch für die Mitarbeiterbindung. „Arbeitgebern stehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dies können zum Beispiel variable, leistungsbasierte Vergütungssysteme sein, aber auch die Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfeldes durch flexible Arbeitszeiten, Möglichkeiten zur Teilzeittätigkeit, Angebote für Kinderbetreuung und mehr."

Über unternehmerisches Kompetenzmanagement in der Praxis sprach im Anschluss Friedrich Werner, Leiter RWE Development Center bei der RWE Service GmbH. „Zwar besteht einerseits ein breiter Konsens zwischen Politik und Tarifparteien darüber, dass lebenslanges Lernen dazu beiträgt, sowohl die steigenden Qualifikationserfordernisse aufgrund des technischen und wirtschaftlichen Wandels als auch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu bewältigen. Doch andererseits wird in Unternehmen der nachhaltige Erfolg von Weiterbildung von den Geschäftsverantwortlichen häufig in Frage gestellt." Werner zeigte daher in seinem Vortrag Erfolgsfaktoren wirksamer Weiterbildung auf, die einen Wertbeitrag von Weiterbildung sicherstellen können.

„Ausbildungs-Check: Fit for future?" hieß dann das Thema der Trainerin und Referentin Andrea König-Wenskus, die als Moderatorin auch durch den Nachmittag führte. Sie machte deutlich, dass für die sogenannte „Generation Game" weniger Loyalität und Status, sondern vielmehr Spaß und die Vereinbarkeit und Beruf und Privatleben wichtig sind. „Unternehmen, die wissen, weshalb sie ausbilden, und die diese Werte an den richtigen Kontaktpunkten kommunizieren, finden leichter passende Azubis", führte sie aus und ergänzte: „Die veränderten Arbeitsmarktbedingungen bieten auch Chancen."

Bei einem abschließenden Get-together ließen die Teilnehmern die Veranstaltung gemeinsam ausklingen und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Seit 1999 lädt die TAW regelmäßig zu der Veranstaltungsreihe ein. „Wir freuen uns über das nach wie vor große Interesse an der Reihe, die wir im kommenden Jahr selbstverständlich fortsetzen werden", sagt Ulrike Ligges.

Bilder von der Veranstaltung