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Dr.-Ing. Claudia Dössereck
Tel.: 0202 / 7495 - 207
Fax: 0202 / 7495 - 228
claudia.doessereck@taw.de



Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
Fritz-Bauer-Str. 13
90518 Altdorf b. Nürnberg

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Fax: 09187 / 931 - 200
taw-altdorf@taw.de


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Alternativ-Termin
10.-11.11.2020 - Wuppertal

Kompaktseminar

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

  • Ganzheitliche Prozesssicherheit – Schwachstellen identifizieren – Maßnahmen festlegen
  • Die PAAG/HAZOP-Studie: Methodik, Risikographen,
    Risiko-Toleranz-Matrix
  • Einsatz von LOPA zur Festlegung von SIL-Anforderungen zur Funktionalen Sicherheit und mögliche Integration in
    HAZOP / PAAG
  • EU / deutsches Regelwerk, Normen Gefährdungs­beurteilung

Anmelde-Nr.: 81167103W0

Ort:

Altdorf bei Nürnberg

Termin:

Di, 7.7.2020 bis Mi, 8.7.2020
1. Tag: 9.15 bis 17.00 Uhr
2. Tag: 8.30 bis 16.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1340,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

Prozessorientierte Produktions- und Fertigungsabläufe, besonders in verfahrenstechnischen Anlagen, können Sicherheits­risiken enthalten, die von den im Arbeitsschutz üblichen Gefährdungsbeurteilungen kaum systematisch mit Prozess-Bezug erfasst werden können. Unfälle in den letzten zehn Jahren haben genau das gezeigt.
Verfahrenstechnische Risikoermittlungen, die ausschließlich auf Arbeitsschutzaspekte gestützt sind, reichen deshalb nicht aus, um das Restrisiko zu berücksichtigen. Sicherheitsbetrachtungen nach HAZOP/PAAG haben hingegen den Fokus auf ganzheit­licher Prozesssicherheit.
Auf HAZOP baut die Ermittlung von Zuverlässigkeits­anforde­rungen (Safety Integrity Level – SIL) der Funktionalen Sicherheit auf. Sie wird häufig in Kombination mit LOPA (Layer of Protec­tion Analysis) durchgeführt bzw. häufig schon in diese integriert.
In diesem praxisorientierten Kompaktseminar lernen Sie, wie Sie Sicherheitsbetrachtungen nach HAZOP durchführen, eine Risiko-Toleranz-Matrix für Ihren Standort aufstellen und mit einem Risikographen die SIL-Anforderungen festlegen. Die Grundlagen der Methode LOPA werden vorgestellt und Sie erfahren wie bei der qualitativen HAZOP der risikoorientierte Ansatz nach LOPA sinnvoll integriert werden kann.
Dabei wird gezeigt, wie Sie Quer-Beziehungen von FMEA, HAZOP, Risikograph und Risikomatrix zur besseren Verfahrens- und Anlagenauslegung verwenden können. Die Methoden werden in Fallbeispielen und Übungen ver­deut­licht. Die Seminar­unterlagen erlauben Ihnen, im Selbst­studium Ihr Wissen weiter zu vertiefen.

Seminarinhalt:

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

  • HAZOP / PAAG
    • Anforderungen nach
      • EU-Regelwerken: Produktsicherheit, REACH, SEVESO, Druckgeräte, Ex-Schutz
      • Normen (ISO 14001:2015, EN 61508, EN 61511,
        VDI/VDE 2180)
      • Deutschem Regelwerk (Maschinen RL, DGL, BetrSichV 2015 / GefStoffV 2015, BImSchG, ChemG, ArbSchG, WHG, u.a.)
    • Die HAZOP Methode
      HAZOP/PAAG klassisch - der qualitative Ansatz
      Die moderne HAZOP - Verknüpfung mit risikobasierter Betrachtungsweise
    • Gefahrenfelder für Health, Safety, Environment – HSE: Gesundheits- und Arbeitsschutz, Anlagensicherheit, Explosionsschutz; Brandschutz; Umweltschutz
    • Ursachen und Auslöser von Ereignissen: Druck- und Temperatur-Beanspruchung, durchgehende chemische Reaktion, Umgang mit brennbaren / explosionsfähigen Stoffen, Funkenbildung, Überfüllung, Undichtigkeiten, Bedienungsfehler
    • Auswirkungen: Produktionsunterbrechung, Leckagen/Bersten von Anlageteilen, Feuer und Explosion, Austritt von Gefahrstoffen, Personenverletzung, Umweltschaden
    • Maßnahmen: Ursachenverhinderung, Auswirkungs­begrenzung, Prozessführung in geschlossenen Anlagen, Betriebseinrichtungen und Schutzeinrichtungen
    • HAZOP: Life-Cycle, Planung, Anlagenbetrieb
    • Beispiele von Risiken und Unfällen: Erdölraffinerie, Papierindustrie, Textilindustrie, Chemie-/Pharma
    • Übungen zu HAZOP/PAAG Studien, Vergleich mit FMEA-Methodik, Einbeziehung Gefährdungen nach BetrSichV / GefahrstoffV 2015, ArbStättV, DGUV-V1, ISO 14001:2015. Konzept einheitliche Dokumentation für versch. Anforderungen des techn. Regel­werks: wider­spruchs­frei, aktuell, Dokumentations­aufwand minimieren
  • Funktionale Sicherheit/SIL: SIL-Anforderungen
  • Risikotoleranzkriterien, Risikographen, Risikomatrix
  • Die Methode LOPA (Layer of Protection Analysis)Ereignis-Auslöser, Ereignis-Ermöglicher, unabhängige Schutzebenen, Auswirkungs-Modifikatoren, Ableitung von SIL Anforderungen mit LOPA anstelle von Risikographen
    • Übungen zu HAZOP/LOPA mit Risikomatrix, Risikograph und SIL–Einstufungen

Teilnehmerkreis (m/w/d):

Fach- und Führungskräfte aus: Anlagenplanung, Verfahrens-, Anlagensicherheit, Gefahrstoff-, Arbeits­sicherheit, Explo­sions­schutz, Brandschutz, Umwelt­schutz, Produktion, Instand­haltung. Sicherheits­ver­antwortliche, an­gehen­de oder zur Er­stellung von Gefähr­dungs­beurteilungen be­fähig­te Personen.

Ihr Seminarleiter:

Dipl.-Ing. Rainer Semmler,
TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Leverkusen, Sachverständiger nach §29aBImSchG, mehrjährige Erfahrung als Moderator systema­tischer Sicherheitsbetrachtungen (HAZOP/PAAG, LOPA, FMEA), Leiter HSE, Auditor im Corporate HSE Auditing Team.

Art der Präsentation:

Referate, Diskussion, Erfahrungsaustausch, Fallbeispiele, Übungen

Info:

Beachten Sie auch das Seminar
LOPA zur Spezifikation von SIL-Anforderungen an Schutzmaßnahmen am Folgetag. Das Vorgehen mit LOPA / Risiko­matrix wird geübt und gezeigt, wie tech­nischer und organi­sato­rischer Sicherheitsaufwand der Schutz­maßnahmen optimiert wird.

Teilnahmebescheinigung:

Sie erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung der TAW mit detaillierter Auflistung der vermittelten Seminarinhalte.

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