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Dr.-Ing. Claudia Dössereck
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Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
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42117 Wuppertal

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Kompaktseminar

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

  • Ganzheitliche Prozesssicherheit – Schwachstellen identifizieren – Maßnahmen festlegen

  • Die PAAG/HAZOP-Studie: Methodik, Risikographen,
    Risiko-Toleranz-Matrix

  • Einsatz von LOPA zur Festlegung von SIL-Anforderungen zur Funktionalen Sicherheit und mögliche Integration in
    HAZOP / PAAG

  • EU / deutsches Regelwerk, Normen Gefährdungs­beurteilung

Anmelde-Nr.: 51167101W8

Ort:

Wuppertal

Termin:

Mi, 11.4.2018 bis Do, 12.4.2018
1. Tag: 9.15 bis 17.00 Uhr
2. Tag: 8.30 bis 16.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1190,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

Prozessorientierte Produktions- und Fertigungsabläufe, besonders in verfahrenstechnischen Anlagen, können Sicherheits­risiken enthalten, die von den im Arbeitsschutz üblichen Gefährdungsbeurteilungen kaum systematisch mit Prozess-Bezug erfasst werden können. Unfälle in den letzten zehn Jahren haben genau das gezeigt.
Verfahrenstechnische Risikoermittlungen, die ausschließlich auf Arbeitsschutzaspekte gestützt sind, reichen deshalb nicht aus, um das Restrisiko zu berücksichtigen. Sicherheitsbetrachtungen nach HAZOP/PAAG haben hingegen den Fokus auf ganzheit­licher Prozesssicherheit.
Auf HAZOP baut die Ermittlung von Zuverlässigkeits­anforderungen – (Safety Integrity Level – SIL) der Funktionalen Sicherheit auf. Sie wird häufig in Kombination mit LOPA (Layer of Protection Analysis) durchgeführt bzw. wird häufig schon in diese integriert.
In diesem praxisorientierten Kompaktseminar lernen Sie, wie Sie Sicherheitsbetrachtungen nach HAZOP durchführen, eine Risiko-Toleranz-Matrix für Ihren Standort aufstellen und mit einem Risikographen die SIL-Anforderungen festlegen. Die Grundlagen der Methode LOPA werden vorgestellt und Sie erfahren wie bei der qualitativen HAZOP der risikoorientierte Ansatz nach LOPA sinnvoll integriert werden kann.
Dabei wird gezeigt, wie Sie Quer-Beziehungen von FMEA, HAZOP, Risikograph und Risikomatrix zur besseren Verfahrens- und Anlagenauslegung verwenden können.
Die Methoden werden in Fallbeispielen und Übungen ver­deut­licht. Die Seminarunterlagen erlauben Ihnen, im Selbst­studium Ihr Wissen weiter zu vertiefen.

Seminarinhalt:

Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechnischer Anlagen (HAZOP / LOPA)

  1. HAZOP / PAAG
    • Anforderungen nach
      • EU-Regelwerken: Produktsicherheit, REACH, SEVESO, Druckgeräte, Ex-Schutz
      • Normen (ISO 14001:2015, EN 61508,EN 61511,
        VDI/VDE 2180)
      • Deutschem Regelwerk (Maschinen RL, DGL, BetrSichV 2015 / GefStoffV 2015, BImSchG, ChemG, ArbSchG, WHG, u.a.)
    • Gefahrenfelder für Health, Safety, Environment – HSE: Gesundheits- und Arbeitsschutz, Anlagensicherheit, Explosionsschutz; Brandschutz; Umweltschutz
    • Ursachen und Auslöser von Ereignissen: Druck- und Temperatur-Beanspruchung von Anlagen, durchgehende chemische Reaktion, Umgang mit brennbaren oder explosionsfähigen Stoffen, Funkenbildung, Überfüllung, Undichtigkeiten, Bedienungsfehler
    • Auswirkungen: Produktionsunterbrechung, Leckagen/Bersten von Anlageteilen, Feuer und Explosion, Austritt von Gefahrstoffen, Personenverletzung, Umweltschaden
    • Maßnahmen: Ursachenverhinderung, Auswirkungs­begrenzung, Prozessführung in geschlossenen Anlagen, Betriebseinrichtungen und Schutzeinrichtungen
    • HAZOP: Life-Cycle, Planung, Anlagenbetrieb
    • Beispiele von Risiken und Unfällen: Erdölraffinerie, Papierindustrie, Textilindustrie, Chemie-/Pharma
    • Übungen zu HAZOP/PAAG Studien, Vergleich mit FMEA-Methodik, unter Einbeziehung von Gefährdungen nach BetrSichV2015/GefahrstoffV 2015, ArbStättV, DGUV-V1, ISO 14001:2015; Konzept einer einheitlichen Dokumentation für verschiedene Anforderungen des techn. Regelwerks: widerspruchsfrei, aktuell, Dokumentationsaufwand minimieren
  2. Funktionale Sicherheit/SIL: SIL-Anforderungen
  3. Risikotoleranzkriterien, Risikographen, Risikomatrix
  4. LOPA (Layer of Protection Analysis): Ereignis-Auslöser, Ereignis-Ermöglicher, unabhängige Schutzebenen, Auswirkungs-Modifikatoren, LOPA anstelle von Risikographen
    • Übungen zu HAZOP/LOPA mit Risikomatrix, Risikograph und SIL–Einstufungen

Teilnehmerkreis (m/w):

Fach- und Führungskräfte aus: Anlagenplanung, Verfahrens-, Anlagensicherheit, Gefahrstoff-, Arbeits­sicherheit, Explo­sions­schutz, Brandschutz, Umwelt­schutz, Produktion, Instand­haltung. Sicherheits­ver­antwortliche, an­gehen­de oder zur Er­stellung von Gefähr­dungs­beurteilungen be­fähig­te Personen.

Ihr Seminarleiter:

Dipl.-Ing. Rainer Semmler,
TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Leverkusen, Sachverständiger nach §29aBImSchG, mehrjährige Erfahrung als Moderator systema­tischer Sicherheitsbetrachtungen (HAZOP/PAAG, LOPA, FMEA), Leiter HSE, Auditor im Corporate HSE Auditing Team.

Info:

Beachten Sie auch das Seminar LOPA zur Spezifikation von SIL-Anforderungen an Schutzmaßnahmen am Folgetag, 13.04.2018 in Wuppertal. Das Vorgehen mit LOPA / Risiko­matrix wird geübt und gezeigt, wie technischer und organi­sato­rischer Sicherheitsaufwand der Schutzmaßnahmen optimiert wird.

Teilnahmebescheinigung:

Sie erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung der TAW mit detaillierter Auflistung der vermittelten Seminarinhalte.

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
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