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Damaris Stiefel
Tel.: 09187 / 931 - 211
Fax: 09187 / 931 - 200
damaris.stiefel@taw.de


Veranstaltungsort
Kanzlei Friedrich Graf von Westphalen
Agrippinawerft 24, Im Rheinauhafen, Köln
50678 Köln

Tel.: 0221 20807 0


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Produkthaftung international

insbe­sondere:
  • Deutschland
  • Europa
  • USA
  • China

Anmelde-Nr.: 00522101W7

Ort:

Köln

Termin:

Do, 7.9.2017, 9.30 bis 17.00 Uhr

Gebühr:

EUR 690,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Produkthaftung international

In der Europäischen Union hat die EG-Produkt­haftungsrichtlinie das Produkt­haf­tungs­recht zwar nicht vereinheitlicht, aber weitgehend harmonisiert. Davon abgesehen gilt jedoch in den verschiedenen nationalen Staaten in Europa – nach wie vor – unter­schiedlich wirkendes Produktsicherheitsrecht. Dies schon deshalb, weil die jeweils zustän­digen Markt­ü­ber­wa­chungs­be­hörden das ihnen einge­räumte Ermessen sehr unter­schiedlich ausüben. In Produkt­haftungsfällen mit Auslandsbezug stellen sich die Fragen nach dem jeweils inter­na­tional-kollisionsrechtlich anwend­baren Recht und der Frage, vor welchem Gericht ggf. ein Verfahren zu führen ist. Urteile mit exorbitanten Entschä­di­gungs­summen aus dem US-ameri­ka­nischen Rechtsraum im Anschluss an Produkthaftpflicht-Prozesse verun­si­chern deutsche Unter­nehmen, jeden­falls bei Verfahren im ameri­ka­nischen/kanadischen und austra­lischem Raum. Profi­tieren Sie von dem reich­hal­tigen Erfah­rungs­schatz unseres Experten und erfahren Sie wertvolle Hinweise, wie Sie die Fallen der Produkt­haftung und der Produktsicherheit recht­zeitig erkennen und umgehen können. Die Seminar­in­halte werden praxisnah und anschaulich präsentiert. Gerne können Sie Fragen schon im Seminarvorfeld – insbe­sondere auch zu Produkt­haftungsfragen bestimmter Länder und Regionen oder spezifischer Branchen – bei uns einreichen.

Seminarinhalt:

Produkthaftung international

  1. Haftungsszenario – Deutschland
    • Grundzüge der Produkt­haftung („3-Säulen-Prinzip“):
      Strafrechtliche Aspekte, die zivilrechtliche Haftung / Marktüberwachungsrecht
    • Die Sachmän­gel­haftung: Garantieerklärungen, zugesicherte Eigen­schaften, Nacherfüllung/Minderung/Rücktritt/Schaden­ersatz
    • Neueste Recht­spre­chung des Europäischen Gerichtshofs und des Bundes­ge­richtshofs zur Ein- und Ausbau­kosten-Thematik
    • Die verschärfte Haftung nach dem Produkt­haftungsgesetz
    • Konstruktions-, Fabri­kations-, Instruktionspflichten
    • Die Produktbeobachtungspflicht
    • Beweislastverteilung (EuGH in Sachen "Sanofi" 2017)
    • Die deliktische Haftung nach § 823 BGB: Die produktbezogenen Pflichten / betriebsbezogene Pflichten, die Haftung des Zulieferers
  2. Ab 01.01.2018 gilt neues Sachmän­gel­haftungsrecht
    • Verbrauchs­güterkauf (b2c)
    • Beweislastumkehr auch im b2b-Verkehr
  3. Das Geräte- und Produkt­si­cher­heits­gesetz aufgrund der EG-Produktsicherheits-Richt­linie
  4. Grund­lagen des Risiko­manage­ments
    • Compliance
    • Qualitätssicherungsvereinbarung
  5. Inter­na­ti­onale Melde­pflichten aufgrund des RAPEX-Systems
    • Urteile zur Stellung der EU-Kommission als „Drehscheibe”
    • Konsequenzen aus den aktuellen Rapex-Berichten
  6. Grenzüberschreitende Sonderfragen
    • Inter­na­ti­onale Zustän­digkeit
    • Anwend­bares Recht: Kollision verschiedener „Produkt­haftungsrechte”, Das inter­na­ti­onale Deliktsrecht im Privat­recht
  7. Grundzüge der recht­lichen Praxis in den USA
    • Fehlerbegriff im US-Produkt­haftungsrecht
    • Neueste Urteile
    • Der Anwalt, der Richter, die Jury, der Sachver­ständige
    • Das Jury-Verfahren in der Praxis, Verfah­rens­kosten
    • Der Beklagte – stets ein „Verlierer”
    • Schadensabwehr
  8. Produkt­haftung im chine­si­schen Raum
    • Produktqualitätsgesetz (RQ6)
    • Gesetz über die deliktische Haftung der VR China (GdH)
    • Aktuelle Urteile und Ausführungen zur Praxis
  9. Ausblick
    • Bedeutung des US-Produkt­haftungsrechts für den deutschen / europäischen Exporteur
    • Drohen uns „amerikanische Verhältnisse”?
  10. Arbit­ration: Vor- und Nachteile bei Schieds­ver­fahren

Teilnehmerkreis (m/w):

  • Geschäfts­führer
  • Leitende technische Mitar­beiter und Ingenieure
  • Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen
  • juris­tisch vorinformierte Fachkräfte des Vertriebs, Qualitätswesens, der Entwicklung und Konstruktion und des Risiko­manage­ments
  • Leiter der Quali­täts­sich­erung

Ihr Seminarleiter:

RA Prof. Dr. Tobias Lenz
ist Partner der Sozietät Friedrich Graf von Westphalen & Partner, Professor für nationales und internationales Wirtschaftsrecht, Direktor des Instituts für Haftungs- und Versicherungsrecht an der Rheinischen Fachhochschule Köln, Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen, u.a. seines Handbuchs "Produkthaftung".

Art der Präsentation:

Referat, Diskussion, Seminarunterlagen

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
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