„Gut zu sein, reicht heute nicht mehr aus. Deshalb bin ich hier: Die TAW bringt mich
WEITER durch BILDUNG!

Seite drucken Seite empfehlen Ansprechpartnerin
Dr.-Ing. Claudia Dössereck
Tel.: 0202 / 7495 - 207
Fax: 0202 / 7495 - 228
claudia.doessereck@taw.de


Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
Fritz-Bauer-Str. 13
90518 Altdorf b. Nürnberg

Tel.: 09187 / 931 - 0
Fax: 09187 / 931 - 200
taw-altdorf@taw.de


Anreise
TAW Altdorf
Themen-Newsletter
Jetzt bestellen und immer top informiert sein


Alternativ-Termin
13.-14.05.2019 - Wuppertal

Mechanische Fügeverbindungen korrosionsbeständig ausführen

  • Verfahrensvarianten des mechanischen Fügens - vom Clinchen bis zum Hybridfügen

  • Praxis und Verfahrens­auswahl Verbindungs- und Fügetechnik

  • Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe in Fügeverbindungen

  • Vermeidung von Korrosion an Nietverbindungen, im Leichtbau, bei Misch­bau­verbindungen

Anmelde-Nr.: 81025118W8

Ort:

Altdorf bei Nürnberg

Termin:

Di, 13.11.2018 bis Mi, 14.11.2018
1. Tag: 9.30 bis 17.00 Uhr
2. Tag: 8.30 bis 16.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1190,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Mechanische Fügeverbindungen korrosionsbeständig ausführen

Mechanische Fügeverbindungen wie Clinchen und Nieten sind in der metallverarbeitenden Industrie etabliert und werden u.a. an Flugzeugen, Schienenfahrzeugen und in der Automobilindustrie beim Karosseriebau sowie an Stahl­konstruktionen oder an Gehäusen eingesetzt. Vorteile des mechanischen Fügens sind die Möglichkeit des Verbindens unterschiedlicher Werkstoffe (Multimaterial-Mix), die unmittelbare Verbindungsfestigkeit nach dem Fügeprozess sowie das Fügen bei Raumtemperatur.
Die Auswahl des richtigen Fügeelementes für den jeweiligen Anwendungsfall ist unter wirtschaftlichen und korrosions­schutztechnischen Gesichtspunkten relevant. Insbesondere die beim Leichtbau eingesetzte Werkstoffkombination von FVK-Metall können hinsichtlich Bimetallkorrosion Probleme bereiten. Ferner sind neben den Halbzeugwerkstoffen auch die Beschich­tungen der Hilfsfügeelemente für die Dauerhaftigkeit einer Fügeverbindung entscheidend.
Das Seminar vermittelt Ihnen einen fundierten Überblick über Verfahren des umformtechnischen Fügens von Bauteilen unter Berücksichtigung korrosionsrelevanter Aspekte. Sie erwerben das Wissen, um mechanische Fügeverbindungen für Ihre Anwen­dung auszuwählen und korrosionsbeständig aus­zu­führen. Sie lernen das Vorgehen zur Lösung von Fügeauf­gaben kennen. Ausgewählte Verfahren werden praktisch vorgeführt.
Neben theoretischen Grundlagen zur Korrosion von Metallen erfahren Sie im Seminar, wie Sie typische Korrosionsbilder an mechanischen Fügeverbindungen erkennen und bewerten. Konstruktive und fertigungstechnische Maßnahmen, wie Sie Korrosion an derartigen Verbindungen weitestgehend vermeiden, werden beschrieben.

Seminarinhalt:

Mechanische Fügeverbindungen korrosionsbeständig ausführen

  • Technologie und Einsatzgebiete des
    umformtechnischen Fügens (Dipl.-Ing. Jan Kalich)
    • Werkstoffe und Prozesstechnik
    • Prozesskontrolle, qualitätsbestimmende Parameter, Qualitätssicherung
    • Prinzipielle Vorgehensweise zur Verfahrensauswahl
  • Übersicht Umformtechnische Fügeverfahren
    • Clinchen (Verfahren, Verbindungserstellung)
    • Stanznieten
    • Schließringbolzenverbindungssysteme
    • Blindnietsysteme
    • Funktionselemente
  • Hybridfügen – Technik und Einsatzbereiche
    • Kombinierte Fügeverbindungen
    • Mögliche Klebstoffe und Dichtstoffe
  • Praktische Demonstration zum mechanischen Fügen
    • Clinchen von Mischverbindungen mit integrierter Prozesskontrolle
    • Setzen von Blindnietelementen unterschiedlicher Funktionsprinzipien
    • Setzen von blindgenieteten Funktionselementen
    • Lösung spezifischer Fügeaufgaben - Praxis-Tipps
  • Einführung in Theorie und Erscheinungsformen
    der Korrosion (Dr. Susanne Friedrich)
    • Korrosionselement und Korrosionsreaktionen
    • Erscheinungsformen der Korrosion (z. B. Interkristalline Korrosion, Spannungsrisskorrosion, Bimetallkorrosion)
    • Einflussgrößen Elektrolyt, pH-Wert
    • Elektrochemische Spannungsreihe und Stromdichte-Potentialmessungen
  • Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe in Fügeverbindungen – Korrosionsschutzmaßnahmen
    • Werkstoffseitige Einflussgrößen auf Korrosions­verhalten
    • unlegierte, niedrig legierte und nicht rostende Stähle
    • Aluminium und Aluminiumlegierungen
    • Leichtbautypische Werkstoffkombinationen für den Mischbau (Problematik der Bimetallkorrosion)
    • Einfluss metallischer Überzüge
    • Schadensbilder und Schadensfälle (Praxisbeispiele)
    • Korrosionsschutzmaßnahmen (Werkstoff, Konstruktion, Fügetechnik,...)
  • Korrosionsverhalten von Nietverbindungen
    – Prüfmethodik (Dr. Jörg Gehrke)
    • Nietbeschichtungen bzw. -überzügen
    • Vergleich und Aussagekraft von Belastungsversuchen im Freien (Freibewitterung) und im Labor
    • Kombinierte Belastung (z.B. mechanisch - medial)
    • Einfluss unterschiedlicher Halbzeugwerkstoffe
      (z. B. CFK-Aluminium)
    • Elektrochemisches Rauschen - Beurteilung von Nietverbindungen
Sie können Beispiele aus Ihrem Unternehmen mitbringen.

Teilnehmerkreis (m/w):

Konstrukteure, Entwickler, Produktionstechniker, Qualitäts­sicherung, Fügetechniker aus Luftfahrt, Schienen­fahr­zeug-, Automobilbau, Stahl-, Metallbau, Blechbearbeitung, Gerätebau

Ihre Referenten:

  • Dr. Susanne Friedrich und Dr. Jörg Gehrke,
    Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, Dresden
  • Dipl.-Ing. Jan Kalich, TU Dresden, Institut für Fertigungstechnik, Professur für Fügetechnik und Montage

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
Nutzen Sie unsere Staffelpreise und buchen Sie jetzt!