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Dr.-Ing. Claudia Dössereck
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Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
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Alternativ-Termin
13.-13.04.2018 - Wuppertal

LOPA zur Spezifikation von SIL-Anforderungen an Schutzmaßnahmen

  • Prozesssicherheit in verfahrenstechnischen Anlagen

  • Identifikation kritischer Schwach­stellen in Schutzmaßnahmen

  • EN 61511: Lopa zur Erstellung von SIL-Anforderungen

  • Eintrittshäufigkeit von Ursachen, Schwere der Auswirkungen, Ausfallrate Gegenmaßnahmen

  • probabilistisches Risiko­management: Funktionale Sicherheit, Risikomatrix, Risikographen (VDI/VDE 2180) versus LOPA

Anmelde-Nr.: 81167107W7

Ort:

Altdorf bei Nürnberg

Termin:

Fr, 20.10.2017, 9.15 bis 17.00 Uhr

Gebühr:

EUR 720,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

LOPA zur Spezifikation von SIL-Anforderungen an Schutzmaßnahmen

Layer of Protection Analysis (LOPA) ist eine teilquantitative Methode zur Untersuchung von Anlagen und Verfahren hin­sichtlich der Zuverlässigkeit installierter Schutz­maßnahmen-Ebenen. Die Methode nutzt Szenarios von qualitativen Methoden, z.B. aus HAZOP/PAAG-Studien oder FMEAs.
Für ausgewählte kritische Szenarien wird die Risikoreduktion der jeweiligen Schutzmaßnahmen-Ebenen hinsichtlich des Risiko-Absicherungszieles aus der Risiko-Toleranz-Matrix bewertet. Die LOPA-Methode arbeitet mit Eintrittshäufigkeiten von Schadens­ereignissen und erlaubt, Schwachstellen in Schutzebenen zu identifizieren und für Schutzfunktionen (SIFs) validierte SIL Anforderungen vorzunehmen
In diesem Seminar wird Ihnen vermittelt, wie Sie für verfahrenstechnische Anlagen eine risikobasierte Qualifizierung von Schutzebenen nach LOPA gezielt durchführen und diese mit Ergebnissen von Risikograph-Methoden vergleichen.
Während Risikograph-Methoden nach EN 61511 zur Gesamt-SIL-Spezifikation dienen, lernen Sie mit dem Methoden­bau­kasten einer LOPA die Wirkung von Einzel­maßnahmen auf die Eintrittshäufigkeit des Schadens­ereignisses zu ermitteln und so den technischen und organi­sato­rischen Sicherheitsaufwand der Schutzmaßnahmen bei kritischen Risiken zu optimieren.
Sie erfahren, auf welche Daten und Quellen bezüglich Schadens­eintrittshäfigkeiten und Ausfallwahrscheinlichkeiten von Schutz­maßnahmen Sie zurück­greifen können und wie Sie auch intern solche Daten statistisch ermitteln. Das Vorgehen mit LOPA und Risikomatrix wird anhand verschiedener HAZOPs zu Anlagen/Gefahren/Prozessen in Übungen dargestellt

Seminarinhalt:

LOPA zur Spezifikation von SIL-Anforderungen an Schutzmaßnahmen

  1. Risikobasierte Anforderungen aus dem EU-Regelwerk
    • Deterministische Herangehensweise (z.B. in DE); probabilistische Risiko-Management-Methoden
    • Anforderungen aus EU Richtlinien und deutschem Regelwerk, SEVESO-III-Richtlinie; Methoden nach VDI/VDE 2180 (Risikograph), EN 61508 und EN 61511-3
  2. Womit arbeitet LOPA, wozu dient es?
    • Szenarien, Eintrittshäufigkeiten von Auslösern, Schutzebenen mit Ausfallhäufigkeiten im Anforderungsfall, Häufigkeit von Schadensereignissen
    • Risikotoleranzkriterien und Risiko-Toleranz-Matrix, Entscheidungen zum Risikomanagement
  3. Welche Management-Elemente braucht LOPA zur Unterstützung?
    • Dokumentierte Anweisungen zu Betrieb/Wartung/Prüfungen/präventiver Instandhaltung; Unfallaufklärung zu Auslösern und Ausfallhäufigkeiten; Änderungs­management; menschliche Faktoren; Maßnahmen­verfolgung
  4. Szenarien, Auslöser (IE, Initiating Event), Eintrittshäufigkeiten (IEF, IE-Frequency)
    • LifeCycle von Einrichtungen, menschliche Fehl­hand­lungen; Datenquellen
  5. Schadensausmaß (Severity of Consequence), Schadensbegrenzung, Schadens-Endpunkte
  6. Unabhängige Schutzmaßnahmen (IPL’s, Independent Protection Layers)
    • Schwachstellen von Schutzmaßnahmen: Abhängige Schutzmaßnahmen, gemeinsame Ausfälle (common cause), Funktionalität und Antwortzeiten;
    • Integrität: entdeckte-unentdeckte Fehler; organisatorische-technische Einrichtungen; Zuverlässigkeit: hohe-niedrige Anforderungsrate; Datenquellen
  7. LOPA Enabling Conditions (Eintrittsermöglicher)
    • Zusammenhang mit Ereigniseintritts-Häufigkeit, Risiko-Zeitraum, Kampagnenfahrweise; Datenquellen
  8. LOPA Conditional Modifiers (Auswirkungs­modifikator)
    • Gefährliche Atmosphäre, Zündung, Explosion, Personenanwesenheit im Gefahrenbereich, Versagen von drucktragenden Teilen; Datenquellen
  9. Übungen zur Erstellung von SIL Spezifikationen für verfahrenstechnische Anlagen nach LOPA
    • Auswahl von HAZOP-Szenarien, Überprüfung/Ergänzung der Schutzebenen nach LOPA, Aufstellen von SIL-Anforderungen
    • Vergleich mit Anwendung von VDI/VDE 2180 -
      EN 61511 Risikographen

Teilnehmerkreis (m/w):

Fach- und Führungskräfte aus: Anlagenplanung, Verfahrens- und Anlagensicherheit, Gefahrstoff- und Arbeitssicherheit, Explosions­schutz, Brandschutz, Umweltschutz, Produktion, Prozess­leittechnik, Instandhaltung. Sicherheitsverantwortliche, angehende zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen befähigte Personen.

Ihr Seminarleiter:

Dipl.-Ing. Rainer Semmler,
TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Leverkusen, Sachverständiger nach §29aBImSchG, mehrjährige Erfahrung als Moderator systema­tischer Sicherheitsbetrachtungen (HAZOP/PAAG, LOPA, FMEA), Leiter HSE, Auditor im Corporate HSE Auditing Team.

Teilnahmebescheinigung:

Zum Ab­schluss der Ver­an­stal­tung er­hal­ten Sie ei­ne qua­li­fi­zier­te Teilnahmebescheinigung der TAW mit de­tail­lier­ter Auf­lis­tung der ver­mit­tel­ten Seminarinhalte.

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
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