„Gut zu sein, reicht heute nicht mehr aus. Deshalb bin ich hier: Die TAW bringt mich
WEITER durch BILDUNG!

Seite drucken Seite empfehlen Ansprechpartner
Aleksandar Vasic
Tel.: 0202 / 7495 - 335
Fax: 0202 / 7495 - 333
aleksandar.vasic@taw.de



Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
Hubertusallee 18
42117 Wuppertal

Tel.: 0202 / 7495 - 0
Fax: 0202 / 7495 - 202
taw-wuppertal@taw.de


Anreise
TAW Wuppertal
Themen-Newsletter
Jetzt bestellen und immer top informiert sein


Befähigte Person zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach TRBS 1203

  • Kenntnisnachweis nach BetrSichV und TRBS 1203
  • Herstellerneutrales Messpraktikum inkl. theoretischer und praktischer Prüfung

Anmelde-Nr.: 51460113W0

Ort:

Wuppertal

Termin:

Workshop 1
Donnerstag, 23.01.2020 bis
Samstag, 25.01.2020

Workshop 2
Donnerstag, 06.02.2020 bis
Samstag, 08.02.2020

Dauer der 3-tägigen Präsenzphasen:
donnerstags bis freitags, 09.00 - ca. 17.30 Uhr,
samstags, 09.00 - ca. 14.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1950,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Lehrunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Lehrgang

Befähigte Person zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach TRBS 1203


Das regelmäßige Prüfen elektrischer Arbeitsmittel nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), der TRBS 1203, der BGV A3 und den DIN VDE-Normen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Arbeitssicherheit der in den Betrieben, Institutionen und Behörden tätigen Personen. Verantwortlich für die Durchführung der Prüfung ist der jeweilige Unternehmer oder Leiter. Er überträgt diese Verantwortung zumeist seiner verantwortlichen Elektrofachkraft oder wird einen Elektrofachbetrieb mit den notwendigen Arbeiten beauftragen.Die Prüfung selbst wird dann von der sog. "Befähigten Person" ausgeführt. Die TRBS 1203 "Befähigte Personen" erläutert, was man nach BetrSichV unter einer solchen "Befähigten Person" versteht. Prüfer werden von ihren Vorgesetzten zu befähigten Personen nach TRBS 1203 bestellt. Der Vorgesetzte selber benötigt für diese Bestellung die nötige Sachkenntnis, um geeignete Mitarbeiter für diese Aufgabe auszuwählen. Eine unabhängige Beurteilung der Kenntnisse und Fähigkeiten und die erforderliche Schulung der Prüfer gelingt über unseren Zertifikats-Lehrgang. Auch Selbstständigen dient die Schulung und das Lehrgangs-Zertifikat , als objektiver Qualifikationsnachweis gegenüber ihren Kunden.
Unser Lehrgang vermittelt notwendiges Wissen und Fähigkeiten im rechtlichen, organisatorischen und technischen Bereich der durchzuführenden Prüfungen. Es handelt sich um eine Kombination aus rechtlichem und messtechnischem Wissen mit der sofortigen praktischen Anwendung. Dazu steht ein umfangreicher Park moderner Messgeräte zur Verfügung. Dabei legt die herstellerneutrale Veranstaltung Wert auf eine kritische Hinterfragung aller Messergebnisse, damit die Teilnehmer einen geschärften Blick für die richtige Interpretation und Beurteilung der Messergebnisse erhalten.
Die Teilnehmer dürfen für den Praxisteil gerne ihre eigenen Messgeräte mitbringen, damit sie den Umgang mit den eigenen Messmitteln gezielt üben können.
Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten
Nach erfolgter theoretischer Prüfung bekommt der Teilnehmer Prüfaufgaben gestellt, die er selbstständig und eigenverantwortlich durchführen und protokollieren muss. Danach stellt er seine Ergebnisse in einem persönlichen Gespräch vor.
Hinweise zur Bestellung der "Befähigten Person"
Mit der bestandenen Prüfung wird der Nachweis der Kenntnis zum Prüfen elektrischer Arbeitsmittel gemäß den Forderungen der TRBS 1203 erbracht. Die Erfüllung der weiteren Forderungen dieser TRBS nach elektrotechnischer Berufsausbildung oder vergleichbarer Qualifikation und Berufserfahrung sind im Rahmen der Auswahlverantwortung vom Arbeitgeber zu prüfen. Die mögliche Bestellung zur "Befähigten Person" erfolgt ebenfalls durch den Arbeitgeber.

Lehrgangsinhalt:

Befähigte Person zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach TRBS 1203

  • Rechtliche Grundlagen – Verantwortlichkeiten
    • Rechtliche Grundlagen und die Verantwortung von Unternehmern, verantwortlicher Elektrofachkraft, Elektrofachkraft, Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Befähigte Personen (notwendige Vereinbarungen, vertragliche Festlegungen, Befugnisse)
    • Die Vorgaben der BetrSichV, TRBS 1203, BGV A3 in Bezug auf Verantwortlichkeiten, die Prüfungen selbst und die Einhaltung von Prüffristen
    • DIN-VDE-Normen (Schwerpunkte DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, DIN VDE 0701-0702,DIN VDE 0113-1)
  • Schutzmaßnahmen und richtige Auswahl von Schutzeinrichtungen
    • Basis-, Fehler- und zusätzlicher Schutz (Realisierung und Prüfung) Netzsysteme und Schutzziele im TN- und TT- und IT-System nach DIN VDE 0100-410
    • Überstrom-Schutzeinrichtungen (Schmelz-Sicherung, LS-Schalter, K-Faktoren)
    • Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (Typen, Selektivität, Prüfung)
    • Einsatz von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) zur Gewährleistung des Fehlerschutzes / des zusätzlichen Schutzes
    • Schutztrennung, SELV, PELV, FELV, Realisierung des zusätzlichen Schutzes
  • Richtige Auswahl von Prüf- und Messverfahren - Praxisprobleme
    • Prüfungen von Anlagen nach DIN VDE 0100-600, VDE 0105-100, DGUV Information 203-072
    • Prüfungen von Geräten nach DIN VDE 0701-0702, DGUV Information 203-070
    • Prüfungen von Maschinen nach DIN VDE 0113-1
    • Der Prüfablauf (Besichtigen, Erproben, Messen, Dokumentieren)
    • Auswahl von Prüf- und Messverfahren, Kalibrierung der Prüfgeräte, Messfehler und deren Bewertung
  • Messpraktikum und Demonstrationen
    • Prüfungen an verschiedenen Prüfgeräten und Prüfobjekten
    • Durchführung der Prüfungen: Messung des Schutzleiterwiderstandes, Isolationswiderstandes, Ableit­ströme (Schutzleiterstrom, Berührungsstrom) und Ersatzableitstrom
    • Prüfung Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCDs und PRCDs) und deren Einsatz, Typen, Besonderheiten, Prüfverfahren, Entwicklungstrends
    • Einsatz von Leckstromzangen zur Bewertung der Isolation
    • Ermittlung von Schleifwiderständen (ohne/mit vorgelagertem RCD)
    • Richtige Auswertung und Dokumentation der Prüfergebnisse
  • Zertifikats-Prüfung
    • Kenntnisnachweise in Theorie und Praxis

Teilnehmerkreis:

  • Elektrofachkräfte, Elektroinstallateure, Elektroniker, Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten (begrenztes Aufgabengebiet) aus Handwerk, Verwaltung, Industrie, die mit Prüfungsaufgaben betraut sind.
  • Alle Personen, die mit der Prüfung ortsveränderlicher und ortsfester Geräte/Betriebsmittel betraut sind und hierzu ein herstellerneutrales Messpraktikum benötigen.
  • Betriebs-, Service-und Gebäudetechniker mit elektrotechnischer Ausbildung; Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Wartung und Instandhaltung, die mit Prüfaufgaben betraut sind und eine elektrotechnische Qualifikation haben.
  • Fach- und Führungskräfte, die für die Sicherheit elektrischer Anlagen und Betriebsmittel verantwortlich sind und das Know-how für eine qualifizierte Einschätzung in Bezug auf das Prüfen elektrischer Arbeitsmittel erhalten wollen, um dann die geeigneten Mitarbeiter zu befähigten Personen zu bestellen.

Lehr-/Lernmethoden:

Der berufsbegleitende Zertifikats-Lehrgang mit Präsenzphasen und vorbereitenden Selbstlernmaterialien ist auf die besonderen Belange Berufstätiger ausgerichtet.
Präsenzphasen:
Zwei Präsenzphasen, die durch ein Selbststudium vorbereitet werden, bilden den Mittelpunkt des Zertifikats-Lehrgangs und dienen der praxisorientierten Umsetzung und Vertiefung der in den vorbereitenden Selbstlernmaterialien gelegten Grundlagen. Die Bearbeitung konkreter Praxisprobleme, die Diskussion und der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer stellen den unmittelbaren Bezug zur beruflichen Praxis her. Außerdem können offene Fragen oder konkrete Problemstellungen hier gemeinsam bearbeitet werden.
Methoden:
Vortrag, Diskussion, Praxis-Beispiele, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeit, zahlreiche praktische Übungen.
Selbstlernmaterialien
Die vorab zugesendeten Lehrbriefe/Selbstlernmaterialien erleichtern den Einstieg in das jeweilige Themengebiet. So kann die Vorbereitung auf die Präsenzphasen durch freie Zeiteinteilung individuell gestaltet werden.
Mit Hilfe der Selbstlernmaterialien wird auch bei einem heterogenen Teilnehmerfeld mit unterschiedlichen Vorkenntnissen eine einheitliche Ausgangsbasis hergestellt. Durch diese vorbereitende Strukturierung wird die Effizienz und Effektivität der Präsenzphasen

Referentin:

  • Dipl.-Math. Marika Höwing,
    gelernte Radio -und Fernsehtechnikerin und langjährig in der Fort- und Weiterbildung tätig. Sie ist Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Köln für Industrieelektriker Geräte und Systeme.

Präsenzphasen / Workshops:

Die Veranstaltung ist in vier Teile gegliedert.
Teil 1
Die rechtlichen Voraussetzungen zum Prüfen elektrischer Betriebsmittel nach Betriebssicherheitsverordnung, TRBS 1203 und die Verantwortlichkeiten im Bezug auf das Prüfen werden in diesem Teil dem Teilnehmer vermittelt.
Weiterhin werden die notwendigen Schutzmaßnahmen zum Schutz gegen elektrischen Schlag (DIN VDE 0100-410), sowie die Gefahren bei Nichteinhaltung besprochen und der Teilnehmer lernt, wie die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen sicher nachgewiesen wird. Dabei werden die Inhalte der DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, DIN VDE 0701/0702, DIN VDE 0113-1 und insbesondere der DGUV Information 203-070und der DGUV Information 203-072 ausführlich bearbeitet.
Teil 2
Theoretische Prüfung
Überprüft werden die prüfrelevanten Grundlagen der Elektrotechnik und die Kenntnis über die gängigen Vorschriften.
Teil 3
Messpraktikum
Die zuvor gelernten Inhalte werden in die Praxis umgesetzt. Es werden Prüfungen an Betriebsmitteln durchgeführt, Protokolle erstellt und Messergebnisse fachgerecht beurteilt.
Teil 4
Praktische Prüfung

Teilnahmebescheinigung / Zertifikat:

Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab (Kenntnisnachweis). Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat mit detaillierter Auflistung der vermittelten Sachgebiete. Bei fehlender Prüfung erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung.