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Dr.-Ing. Claudia Dössereck
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claudia.doessereck@taw.de


Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
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Korrosion an umformtechnischen Füge­verbindungen vermeiden

  • Verfahrensvarianten des mechanischen Fügens mit praktischer Vorführung

  • Werkstoffverhalten und Erscheinungsformen der Korrosion

  • Konstruktive und fertigungs­technische Maßnahmen zur Vermeidung von Korrosion an Nietverbindungen

Anmelde-Nr.: 51025117W8

Ort:

Wuppertal

Termin:

Mi, 28.2.2018 bis Do, 1.3.2018
1. Tag: 9.30 bis 17.00 Uhr
2. Tag: 8.30 bis 16.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1190,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Korrosion an umformtechnischen Fügeverbindungen vermeiden

Umformtechnische Fügeverbindungen sind in der metall­ver­ar­beitenden Industrie etabliert und werden u.a. an Flugzeugen, Schienen­fahrzeugen, PKW sowie an Stahlkonstruktionen oder an Gehäusen eingesetzt. Vorteile des mechanischen Fügens sind die Möglichkeit des Verbindens unterschiedlicher Werkstoffe, die unmit­telbare Verbindungsfestigkeit nach dem Fügeprozess sowie das Fügen bei Raumtem­pe­ratur (kaltes Fügeverfahren).
Die Auswahl des richtigen Fügeelementes für den jeweiligen Anwen­dungsfall ist unter wirtschaft­lichen aber auch korrosions­schutztechnischen Gesichts­punkten relevant. Insbesondere die unter Leichtbauaspekten wichtigen Werkstoffkombinationen FVK-Metall können hinsichtlich Bimetallkorrosion Probleme bereiten. Ferner sind neben den Halbzeugwerkstoffen auch die Beschichtungen der Hilfsfügeelemente für die Dauer­haf­tigkeit einer Fügeverbindung entscheidend.
Das Seminar vermittelt Ihnen einen fundierten Überblick über das umformtechnische Fügen von Bauteilen unter Berück­sich­tigung korrosionsrelevanter Aspekte. Sie erwerben das Wissen, um umformtechnische Fügeverbindungen fachlich richtig auszu­wählen und korro­si­ons­be­ständig auszuführen. Es wird die Heran­ge­hens­weise zur Lösung von Fügeaufgaben vorge­stellt und ausgewählte Verfahren praktisch vorge­führt.
Neben theoretischen Grund­lagen zur Korrosion von Metallen erfahren Sie im Seminar, wie Sie typische Korrosionsbilder an umformtechnischen Fügeverbindungen erkennen und bewerten. Möglich­keiten, wie Korrosion an derartigen Verbindungen weitest­gehend vermieden werden kann, wird erörtert.

Seminarinhalt:

Korrosion an umformtechnischen Fügeverbindungen vermeiden

  1. Technologie und Einsatzgebiete des
    umformtechnischen Fügens (Dipl.-Ing. Jan Kalich)
    • Werkstoffe
    • Prozesstechnik
    • Prozesskontrolle, Qualitätssicherung
    • Prinzipielle Vorgehensweise / Lösung von Fügeaufgaben
  2. Verfahrensübersicht umformtechnischer Fügeverbindungen
    • Clinchen (Verfahren, Verbindungserstellung)
    • Stanznieten
    • Schließringbolzenverbindungssysteme
    • Blindnietsysteme
    • Funktionselemente
  3. Hybridfügen – Technik und Einsatzbereiche
    • Kombinierte Fügeverbindungen
    • Mögliche Kleb- und Dichtstoffe
  4. Praktische Demonstration zum mechanischen Fügen
    • Clinchen von Mischverbindungen mit integrierter Prozesskontrolle
    • Setzen von Blindnietelementen unterschiedlicher Funktionsprinzipe
    • Setzen von blindgenieteten Funktionselementen
  5. Theorie und Erscheinungsformen
    der Korrosion (Dr. Susanne Friedrich)
    • Korrosionselement und Korrosionsreaktionen
    • Erscheinungsformen der Korrosion (z. B. Interkristalline Korrosion, Spannungsrisskorrosion, Bimetallkorrosion)
    • Einflussgrößen Elektrolyt, pH-Wert
    • Elektrochemische Spannungsreihe und Stromdichte-Potentialmessungen
  6. Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe in Fügeverbindungen – Korrosionsschutzmaßnahmen
    • Werkstoffseitige Einflussgrößen auf Korrosions­verhalten
    • unlegierte, niedrig legierte und nicht rostende Stähle
    • Aluminium und Aluminiumlegierungen
    • Leichtbautypische Werkstoffkombinationen für den Mischbau (Problematik der Bimetallkorrosion)
    • Einfluss metallischer Überzüge
    • Schadensbilder und Schadensfälle (Praxisbeispiele)
    • Korrosionsschutzmaßnahmen ( Werkstoff, Konstruktion, Fügetechnik,...)
  7. Korrosionsverhalten von Nietverbindungen
    – Prüfmethodik (Dr. Jörg Gehrke)
    • Nietbeschichtungen bzw. -überzügen
    • Vergleich und Aussagekraft von Belastungsversuchen im Freien (Freibewitterung) und im Labor
    • Kombinierte Belastung (z.B. mechanisch - medial)
    • Einfluss unterschiedlicher Halbzeugwerkstoffe
      (z. B. CFK-Aluminium)
    • Elektrochemisches Rauschen zur Beurteilung von Nietverbindungen
Gerne können Sie Beispiele aus Ihrem Unternehmen mitbringen.

Teilnehmerkreis (m/w):

Konstrukteure, Entwickler, Produktionstechniker, Mitarbeiter Qualitätssicherung, Fügetechniker aus den Branchen Luftfahrt, Schienen-/ Straßen-Fahrzeugbau, Stahlbau, Metall-, Gerätebau

Ihre Referenten:

  • Dr. Susanne Friedrich und Dr. Jörg Gehrke,
    Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, Dresden
  • Dipl.-Ing. Jan Kalich, TU Dresden, Institut für Fertigungs­technik, Professur für Fügetechnik und Montage

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
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