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Dr.-Ing. Claudia Dössereck
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Veranstaltungsort
Technische Akademie Wuppertal
Fritz-Bauer-Str. 13
90518 Altdorf b. Nürnberg

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Alternativ-Termin
28.-29.11.2018 - Wuppertal

Funktionale und wirtschaftliche Tolerierung von Kunststoffbauteilen

  • Bemaßung und Tolerierung nach neuer Normung
  • Einflüsse aus Werkstoff und Prozess
  • Abstimmung von Formteil und Werkzeug
  • Qualitätsanforderungen und Formteilqualität

Anmelde-Nr.: 81023102W7

Ort:

Altdorf bei Nürnberg

Termin:

Mi, 15.11.2017 bis Do, 16.11.2017,
jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Gebühr:

EUR 1150,00
(mehrwertsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Pausengetränken und Mittagessen)

Zum Seminar

Funktionale und wirtschaftliche Tolerierung von Kunststoffbauteilen

Kunststoffe verhalten sich anders als Metalle. Maßgebend dafür ist der molekulare Strukturaufbau und die starke Eigen­schafts- und Geometrieabhängigkeit von den Verar­beitungs- (z.B. Schwindung) und Umgebungsbedingungen (z.B. Tempe­ratur, Feuch­tigkeit). Bereits in der Produktkonstruktion gilt es dem entgegen zu wirken, in dem schon bei der Auslegung die spätere Maßbildung durch Prozess und Werkzeug sowie Geometrie­änderungen durch die große Tempe­raturabhängigkeit (Quellen, Nachschwindung) berück­sichtigt werden.
Bei techni­schen Kunststoffbauteilen hat daher die maßliche und geometrische Tolerierung bzw. Abstimmung von Formteil und Werkzeug gemäß DIN 16742 erheb­lichen Einfluss auf die Funkti­o­na­lität, Wirtschaft­lichkeit und Serientauglichkeit. Themen wie: Hüll- oder Unab­hängig­keitsprinzip, Passmaße, Form- und Lagetolerierung, Toleranzkompensation, Positionstolerierung, Bezugsbildung oder die Maßkettentheorie in der Serie erlangen hierbei erhöhte Bedeutung.
Im Seminar Tolerierung von Kunststoffteilen liegt daher der Fokus auf der Spezi­fi­zierung von techni­schen Formteilen und deren Zusam­menbau zu Baugruppen. Hierauf gilt es das Werkzeug abzustimmen, die Maße zu rekalibrieren und die Geometrieänderungen beherrsch­bar zu machen. Erst die gezeigten Ansätze bieten die Gewähr für eine kostengünstige Herstellung mit einem hohen Quali­täts­an­spruch.

Seminarinhalt:

Funktionale und wirtschaftliche Tolerierung von Kunststoffbauteilen

  1. Aktuelles Normenwerk zur Bemaßung- und Toleranzbildung von Kunststoffen
  2. Eigenschaften von Kunststoffen
    Einflüsse aus Alterung, Kriechen, Quellen, Relaxation, Verarbeitungs- und Nachschwindung, Tempern
  3. Maß- und Toleranzanforderungen an technische Bauteile
    Herstell- und Montierbarkeit, einhaltbare Solleigenschaften, dimensionelle und geometrische Toleranzen, Allgemeintoleranzen nach DIN 16742, spanende Bearbeitung nach ISO 15860
  4. Formteilqualität
    Gratrippen, Auswerfermarken, Einfallstellen, Formschrägen, Oberflächenversatz
  5. Maß- und Toleranzbildung bei der Herstellung
    Maßbildung beim Urformen, erreichbare Genauigkeiten beim Spritzgießen und Pressen sowie Extrudieren
  6. Maßliche Auslegung des Werkzeugs
    Berücksichtigung der Verarbeitungsschwindung, Ermittlung des Werkzeug-Nennmaßes, Abstimmung von Innen- und Außenmaße, Definition von Mittenmaße
  7. Nicht formstabile Teile nach ISO 10579-NR
    Toleranzen für Gummibauteile, Grenzmaße für formgebundene und nichtformgebundenen Maße, zulässige Form- und Lagetoleranzen, Symbolik für freien Zustand bzw. Einbausituation
  8. Prinzipien der Formteiltolerierung
    Maßeintragungen für Formteile nach ISO 10135, Maß- und Geometrietoleranzen, notwendige Bezüge nach ISO 5459, Positions- und Mustertolerierung nach ISO 5458
  9. Form- und Lagetoleranzen für Formteil und Werkzeug
    Entstehung von Form-, Profil- und Lagetoleranzen, Messung von Toleranzabweichungen, Abnahmebedingungen
  10. Tolerierungsprinzipien und Tolerierungsgrundsätze
    Minimum-/Maximum-Materialzustände, Kompensations­prinzipien nach ISO 2692 (Maximum-/Minimum-Material-Bedingung, Wechselwirkungsbedingung) Unabhängigkeitsprinzip nach ISO 8015, Hüllprinzip nach
    DIN 7167 bzw. ISO 14405
  11. Form- und Lagetoleranzen
    Grundsymbole nach ISO 1101, Toleranzindikator, Toleranzzone, Minimumbedingung, Bezüge, TED-Maße, Nachweis durch Lehrung bzw. Koordinatenmessung
  12. Einhaltung einer Passungsfunktionalität
    Passung nach dem Hüll- und Unabhängigkeitsprinzip, Hüllbedingung
  13. Toleranzverknüpfung durch Maßketten
    Einzelteil- und Großserienmontage, Verteilungs­gesetz­mäßig­keit nach DIN 7186, statistische Toleranzbestimmung, Einfluss der Form- und Lagetolerierung
  14. Temperaturabhängigkeit der geometrischen Eigenschaften
    Auswirkung auf Maß- und Geometrietoleranzen,
    Verschie­bung der Toleranzfelder, Einfluss auf Passungen

Teilnehmerkreis (m/w):

Konstrukteure, Fertigungsplaner, QM-Mitar­beiter aus Maschi­nenbau, Fahrzeugbau, Gerätebau, weißer & brauner Ware

Ihr Seminarleiter:

Prof. em. Dr.-Ing. Bernd Klein, Beratender Ingenieur, Calden
Er leitete 28 Jahre das Fachgebiet und Laboratorium für Leicht bau an der Universität Kassel. Prof. em. Dr.-Ing. Klein ist Autor von 12 Fachbüchern und leitete 15 Jahre den Arbeitskreis Entwicklung und Konstruktion beim VDI.

Art der Präsentation:

Vortrag, Beispiele, Diskussion von Fallstudien.
Selbstständige Tolerierung von Musterbauteilen.

Melden Sie mehr als eine/n Teilnehmer/in zum selben Seminartermin an, machen wir Ihnen das folgende Angebot:

10 % Nachlass auf die Seminargebühr für den zweiten Teilnehmer,
20 % Nachlass auf die Seminargebühr für jeden weiteren Teilnehmer.

Bedingung ist, dass die Rechnungs- bzw. Firmenanschrift identisch ist. Die Seminarsparaktion ist nicht kombinierbar mit anderen Nachlässen.
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