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Friedrich W. Heffels
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Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT)

Fachspezifisches Ausbildungsmodul "Elektrotechnik" gem. DGUV Vorschrift 3 und DGUV Grundsatz 303-001

Anmelde-Nr.: 51460114W7

Ort:

Wuppertal

Termin:

Workshop 1
Mittwoch, 15.11.2017 bis
Samstag, 18.11.2017

Workshop 2
Mittwoch, 29.11.2017 bis
Samstag, 02.12.2017

Dauer der 4-tägigen Präsenzphasen:
mittwochs, 09.00 - ca. 17.30 Uhr,
donnerstags, 09.00 - ca. 17.30 Uhr,
freitags, 09.00 - ca. 17.30 Uhr
samstags, 09.00 - ca. 14.00 Uhr

Gebühr:

EUR 2150,00
(für den gesamten Lehrgang, mehrwertsteuerfrei, einschließlich Pausengetränken und Mittagessen während der Präsenzphasen)

Zum Lehrgang

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT)

Der Zertifikats-Lehrgang vermittelt theore­tische und praktische Kennt­nisse und Fähigkeiten für das Ausbil­dungsziel „Elektro­fach­kraft für festgelegte Tätig­keiten (EFffT)“ gemäß DGUV Vorschrift 3 und DGUV Grundsatz 303-001.
Elektro­fach­kraft für festgelegte Tätig­keiten im Sinne der Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3 ist, „wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis, Kennt­nisse und Erfah­rungen sowie Kenntnis der bei diesen Tätig­keiten zu beach­tenden Bestim­mungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.“
Typische Zielgruppen für die Quali­fi­zierung zur Elektro­fach­kraft für festgelegte Tätig­keiten sind z.B. Indust­rie­me­cha­niker, die im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten defekte elekt­rische Antriebe austau­schen sollen oder Handwerker und Service-Techniker, die befähigt werden sollen, elekt­risch betriebene Geräte wie Durch­lauf­er­hitzer, Heizungs­kessel, Pumpen, Herde, Backöfen, Antriebe an Türen und Toren, Rollladen, Jalousien in Kunden­an­lagen eigen­ver­ant­wortlich zu montieren, zu instal­lieren, die Funkti­ons­fä­higkeit zu prüfen und elekt­risch in Betrieb zu nehmen.
Zahlreiche allge­meine Beispiele und Übungen stellen den Bezug zur Praxis her und erleichtern die Umsetzung im Betrieb. Die jahre­lange Erfahrung der Fachreferenten garan­tiert einen hohen Praxis­bezug und sichert den Lernerfolg.
Das fachspezifische Ausbil­dungs­modul Elekt­ro­technik dieses Lehrgangs ist um den unternehmensspezi­fischen Teil, der in jedem Unter­nehmen andere spezi­fische Tätig­keiten enthält, im Unter­nehmen selbst zu ergänzen. Anschließend erfolgt die Bestellung zur "Elektro­fach­kraft für festgelegte Tätig­keiten" gem. DGUV Vorschrift 3 durch den Unter­nehmer oder seine verant­wort­liche Elektro­fach­kraft (VEFK) im Unter­nehmen. Die spezifische Tätigkeit wird in einer Arbeitsanweisung dokumentiert.
Auf die formalen Erfordernisse der unternehmensspezi­fischen Ergänzung, die entspre­chende Dokumen­tation und Bestellung wird im Lehrgang anhand konkreter Beispiele ausführlich einge­gangen.

Inhalte:

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT)

  1. Elektrotechnisches Basiswissen
    • Ladung und Strom, Stromdichte, Potenzial und Spannung
    • Elektrischer Widerstand und Leitwert, Spezifischer Materialwiderstand, Widerstand eines Leiters, Ohmsches Gesetz
    • Stromkreis und Grundschaltungen
    • Energie, Arbeit, Leistung und Wirkungsgrad
    • Kapazität und Kondensator, Magnetisches Feld, Induktivität und Spule
    • Einphasen-Wechselstrom, Dreiphasen-Wechselstrom (Drehstrom), Netzsysteme
  2. Ausgewählte elektrische Betriebsmittel
    • Kabel und Leitungen
    • Schmelzsicherungen, NH-Sicherungen, Leitungsschutzschalter (LS-Schalter), Motorschutzschalter, Fehlerstromschalter RCD (FI-Schutzschalter)
    • Relais, Schütz, Transformator
    • Wechsel- und Drehstrommotoren
  3. Messen und Prüfen
    • Richtiges Messen von Strom, Spannung, Widerstand, Isolation, Durchgang
    • Richtiger Umgang mit Multimeter, Spannungsprüfer und Stromzange
  4. Gefahren des elektrischen Stroms
    • Wirkung des elektrischen Stroms auf den Menschen
    • Unfälle durch den elektrischen Strom (Praxis-Beispiele)
    • Erste Hilfe bei Stromunfällen
  5. Gesetze und Vorschriften
    • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
    • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
    • DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A 3) "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel"
    • Tätigkeiten der "elektrotechnisch unterwiesenen Person" in Abgrenzung zur "Elektrofachkraft" und zur "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten"
    • Bestellvorgang zur EFffT
  6. Betrieb von und Umgang mit elektrischen Anlagen (gemäß VDE 0105 Teil 100)
    • Ausrüstungen, Schutz- und Hilfsmittel, Werkzeuge
    • Übliche Betriebsvorgänge, Arbeitsmethoden
    • Instandhaltung
  7. Schutzmaßnahmen und Schutzeinrichtungen
    • Die "5 Sicherheitsregeln" (Arbeiten im spannungsfreien Zustand)
    • Netzsysteme (Netzformen)
    • Gefährdung durch Berührungsspannung im Fehlerstromkreis
    • Schutzziele, Schutzstrukturen, Schutzarten und Schutzklassen
    • "Schutz gegen elektrischen Schlag" gemäß DIN VDE 0100-410
  8. Prüfung der Schutzmaßnahmen
    • Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen prüfen
    • Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte
    • Messungen an elektrischen Anlagen und Geräten
    • Dokumentation
  9. Einfache Schaltpläne lesen und verstehen
    • Symbole und Schaltzeichen
    • Schaltpläne der Elektrotechnik
    • Beispiele aus der Praxis

Teilnehmerkreis:

  • Ehemalige Elektrofachkräfte, die langjährig nicht mehr im erlernten Beruf tätig waren,
  • Elektrotechnisch unterwiesene Personen, die bereits kleinere elektrotechnische Arbeiten durchführen,
  • Servicetechniker, Fernmeldehandwerker, Gebäudetechniker, Schlosser, Monteure, Mechaniker, Installateure, Instandhalter,
  • Sicherheitsbeauftragte und Fachkräfte,
die ihre elektrotechnischen Kenntnisse und Fähigkeiten aktualisieren wollen und das Ausbildungsziel „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten” gemäß DGUV Vorschrift 3 anstreben.

Lehr-/Lernmethoden:

Der berufsbegleitende Zertifikats-Lehrgang mit Präsenz­phasen und vorbe­rei­tenden Selbst­lern­ma­te­ri­alien ist auf die beson­deren Belange Berufs­tä­tiger ausge­richtet.

Präsenz­phasen
Zwei Präsenz­phasen mit Workshop-Charakter, die durch ein Selbst­studium vorbereitet werden, bilden den Mittel­punkt des Zertifikats-Lehrgangs und dienen der praxis­o­ri­en­tierten Umsetzung und Vertiefung der in den vorbe­rei­tenden Selbst­lern­ma­te­ri­alien gelegten Grund­lagen. Die Bearbeitung konkreter Praxis­pro­bleme, die Diskussion und der Erfah­rungs­aus­tausch der Teilnehmer stellen den unmit­tel­baren Bezug zur beruf­lichen Praxis her. Außerdem können offene Fragen oder konkrete Problem­stel­lungen hier gemeinsam bearbeitet werden.
Die 8 Unterrichtstage haben einen Umfang von insgesamt 64 UE (Unter­richts­ein­heiten á 45 Minuten).
Methoden:
Vortrag, Diskussion, Praxis-Beispiele, Erfah­rungs­aus­tausch, Gruppen­arbeit, zahlreiche praktische Übungen.

Selbst­lern­ma­te­ri­alien
Selbst­lern­ma­te­ri­alien sollen einen Überblick über das jeweilige Themen­gebiet geben. So ist eine Vorbe­reitung auf die Präsenz­phasen möglich, die bei freier Zeitein­teilung indivi­duell gestaltet werden kann.
Ein wesent­liches Ziel ist es, mit Hilfe des Ansatzes eines vorbe­rei­tenden Selbst­studiums, das Problem eines hetero­genen Teilneh­mer­feldes mit unter­schied­lichen Vorkennt­nissen und beruf­lichen Erfah­rungen zu mindern und für ein zunächst einheit­liches Ausgangs­wissen zu sorgen. Durch diese vorbereitende Struk­tu­rierung soll die Effizienz und Effek­ti­vität der Präsenz-Workshops erhöht werden. Die Selbst­lern­ma­te­ri­alien dienen ebenfalls als Nachschla­gewerk während der gesamten Maßnahme und darüber hinaus.
Der Bearbeitungsaufwand für die Selbst­lern­ma­te­ri­alien entspricht ca. 16 UE (Unter­richts­ein­heiten á 45 Minuten). Der Gesamtumfang des Lehrgangs beträgt 80 UE (Unter­richts­ein­heiten á 45 Minuten).















Referenten:

  • Fachreferenten des TAW-Kompetenzzentrums Elektrotechnik

Präsenzphasen / Workshops:

Workshopinhalte:
  • Praxis­be­zogene Umsetzung und Vertiefung der in den vorbe­rei­tenden Materialien gelegten Grund­lagen
  • Allge­meine Praxis-Beispiele
  • Diskussion und Erfah­rungs­aus­tausch
  • Gruppen­arbeit
  • Neben der Vermittlung grund­le­gender elektro­tech­ni­scher Basiskenntnissen ist ein wesent­liches Ziel die Berück­sich­tigung konkreter prakti­scher Beispiele. Die zahlreichen prakti­schen Übungen und konkreten Anwen­dungs­si­tu­a­tionen bilden hierzu einen Schwer­punkt des Lehrgangs.
  • Durch­führung der in der DGUV Vorschrift 3 vorgeschriebenen theoretischen und fachprakti­schen Prüfung.

Alle für die prakti­schen Übungen notwen­digen Materialien und Geräte werden zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer haben aber die Möglichkeit, auch eigene Messgeräte mitzu­bringen.

Hinweise:

Die Teilnehmer müssen über eine abgeschlossene Berufsaus­bildung bzw. mehrjährige praktische Tätigkeit im angestrebten Arbeitsbereich verfügen oder vergleichbare Voraussetzungen mitbringen. Elektrotechnische Basiskenntnisse müssen vorhanden sein.

Abschluss / Zertifikat:

Nach erfolg­reichem Abschluss der theoretischen und fachpraktischen Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Zerti­fikat mit detail­lierter Auflistung der vermit­telten Sachge­biete.