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Neues Ausbildungsjahr ist gestartet: Wie gut sind Unternehmen gerüstet?

Waren zu Beginn des Ausbildungsjahres früher viele Schulabgänger noch auf der Suche nach einer Stelle, müssen sich heute vielmehr Unternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Bewerber behaupten – Stichwort: Fachkräftemangel. Wie können Betriebe eine attraktive Ausbildung gewährleisten? Und mit welchen Angeboten überzeugen sie Bewerber? Die Technische Akademie Wuppertal (TAW) unterstützt Unternehmen wie auch Auszubildende mit einem breiten Angebot rund um das Thema Ausbildung.

Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit der Suche nach Nachwuchsfachkräften: Diese Erfahrung macht Andrea König-Wenskus, die als Trainerin und Referentin unter anderem für die TAW tätig ist, seit einigen Jahren. „Vor allem in großen Unternehmen ist das Thema Fachkräftemangel angekommen“, erläutert sie. „Vielen Personalverantwortlichen ist bewusst, dass sich ihr Unternehmen bei geeigneten Bewerbern bewerben muss – und nicht andersherum.“ Sie empfiehlt Betrieben, zunächst intern zu definieren, wofür sie stehen, welche Werte ihnen wichtig sind und was sie im Rahmen einer Ausbildung vermitteln möchten. Erst der zweite Schritt ist dann die direkte Ansprache von Bewerbern. „Hierbei wird es immer entscheidender, potenzielle Auszubildende dort anzusprechen, wo diese sich aufhalten, also zum Beispiel über soziale Netzwerke“, so König-Wenskus.

Führung und Motivation als Schlüsselthemen

Auch die Auszubildenden selbst haben sich verändert. „Zum einen möchten gute Auszubildende heute von Beginn an Verantwortung übernehmen und eigenständig Projekte bearbeiten“, erläutert Ulrike Ligges von der Akademie für Personalmanagement und Unternehmensentwicklung (afpu) der TAW. „Zum anderen erwarten sie aber auch einen anderen internen Umgang. Autoritäre Strukturen sind nicht mehr gefragt, stattdessen möchten gerade junge Menschen eingebunden und gefördert werden.“ Unternehmen stehen damit – erst recht in Zeiten des Fachkräftemangels – vor der Herausforderung, eine entsprechende Ausbildung anzubieten. „Wir machen die Erfahrung, dass der Wunsch nach Unterstützung dabei groß ist und kontinuierlich größer wird“, so Ligges. Grund genug für die afpu, unter dem Stichwort Ausbildungsmanagement ab dem zweiten Halbjahr 2012 ihr Seminarangebot für Ausbilder und Auszubildende zu bündeln. „Viele der Seminare, etwa zu den Themen Führung und Motivation von Auszubildenden, haben wir schon lange im Programm. Hier passen wir die Inhalte regelmäßig an aktuelle Ausbildungskonzepte an.“

Entwicklungschancen frühzeitig aufzeigen

Dass sich diese kontinuierlich weiterentwickeln, kann Claudia Schatka, Leiterin Personalwesen bei der Daimler AG, Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal/Solingen/Remscheid, aus der Praxis bestätigen. „Eine Ausbildung hat heute wenig mit dem reinen Anlernen durch einen Vorgesetzten zu tun“, erläutert sie. „Unser Konzept heißt ‚Ausbildung im Dialog‘.“ Beispiel Beurteilungssystem: „Unsere Auszubildenden bewerten sich zunächst selbst und besprechen ihre Einschätzung dann gemeinsam mit ihrem Ausbilder. So werden Stärken und Schwächen ebenso offen thematisiert wie mögliche Hilfestellungen“, so Schatka. Bis zu 18 neue Auszubildende im kaufmännischen und im technischen Bereich stellt der Niederlassungsverbund jedes Jahr insgesamt ein – und die bringen hohe Erwartungen mit. „Für den ein oder anderen ist ein sicherer Arbeitsplatz immer noch das wichtigste Kriterium. Viele Nachwuchsfachkräfte wünschen sich aber vor allem Entwicklungs- und Weiterbildungschancen.“ So bietet das Unternehmen Auszubildenden aus dem kaufmännischen Bereich unter anderem die Möglichkeit, im Rahmen eines berufsbegleitenden Dualen Studiums an der TAW einen Bachelor-Abschluss zu erwerben.

Anforderungen an Azubis wachsen

Und wie sieht es mit den Anforderungen von Unternehmen an ihre Auszubildenden aus? „Die sind ebenfalls sehr hoch“, sagt Trainerin Andrea König-Wenskus. „Ich erlebe häufig, dass etwa die Kommunikationsfähigkeit bemängelt wird. Hier können Seminarangebote speziell für Auszubildende ein erster Schritt sein, die Zusammenarbeit für beide Seiten zu verbessern.“ Die sogenannten weichen Schlüsselqualifikationen spielen eine immer wichtigere Rolle. Dies zeigt sich auch darin, dass bei der Auswahl geeigneter Auszubildender nicht immer die Noten ausschlaggebend sind. Claudia Schatka: „Uns kann auch ein Bewerber überzeugen, der zwar keine Bestnoten hat, sich aber außerschulisch engagiert. Und was ganz wichtig ist: die Überzeugung, bei uns am richtigen Ort zu sein und sich für unser Unternehmen zu begeistern. Das gilt übrigens nicht nur für Auszubildende.“

„Ausbildungs-Knigge“ für Azubis und für Unternehmen

Für einen erfolgreichen Start ins Ausbildungsjahr hat TAW-Referentin Andrea König-Wenskus einige Tipps für die angehenden Azubis wie auch die ausbildenden Unternehmen zusammengestellt. Lesen Sie hier weiter.

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