Umgang mit schwierigen Menschen

Beschäftigt man sich als Führungskraft, als Kollege, als Mitarbeiter oder einfach nur als Mitmensch mit dieser Thematik, erfasst uns sehr schnell das „Henne-oder Ei-Phänomen". Es stellt sich die Frage: Ist der Mensch schwierig oder ist die Situation schwierig? Oder ist es vielleicht die Situation, durch die der Mensch schwierig geworden ist? Was macht den Umgang mit schwierigen Menschen eigentlich so schwierig?

Natürlich ist es für jeden „Betroffenen" in schwierigen Zeiten oder schwierigen Situationen einfacher, den Auslöser hierfür bei anderen Menschen zu suchen und hier mitunter sogar klare Schuldzuweisungen vorzunehmen: „Wenn die nicht so schwierig wären, hätten wir hier keine Probleme!"

Diese Sichtweise ist aber - leider - oft zu einfach und zu eindimensional. Ausgesprochen selten gibt es für schwierige und verfahrene Situationen einen Schuldigen, sondern es ist oft ein komplexes Model bedient durch viele Störfaktoren.

Folglich ist es wichtig, hier einmal einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich einmal „in die Schuhe der anderen zu stellen", um zu überprüfen, wie die Sicht auf die Dinge aus dieser anderen Perspektive wirkt. Diese Perspektivwechsel, diesen erst einmal wertfreien Umgang mit Menschen und Situationen kann man lernen und trainieren.

Weiterhin kann es sehr hilfreich sein, nicht jede unbekannte Situation gleich als „Problem" zu definieren. Definiert man jedes Phänomen, also eine unbekannte Situation, für die noch kein Denk- oder Handlungskonzept vorliegt, sofort als Problem, kann man sich sehr schnell, durch die Vielzahl der dann schlussendlich selbst definierten Probleme, in eine regelrechte „Problemtrance" bringen.

Aber natürlich gibt es sie auch: Schwierige Menschen oder schwierige Kollegen! Kaum jemand wird als „schwieriger Mensch" geboren, sondern oftmals sind es Lebenserfahrungen, Schicksalsschläge, Krankheiten, Enttäuschungen, unrealistische Ziele und manchmal auch falsche Versprechungen oder nicht ausgesprochene Erwartungen, die schwierige Menschen auf andere und ihr Umfeld als „schwierig" erscheinen lassen.

Gerade im beruflichen Kontext sind wir gezwungen, auch mit diesen Menschen ziel- und ergebnisorientiert umzugehen. Zugegebenermaßen ist der Umgang mit schwierigen Menschen nicht immer leicht. Aber auch hier gibt es Tools und Techniken, insbesondere in Bezug auf Gespräche und Gesprächsführung, die erlernbar und trainierbar sind und uns so viele Situationen positiver erleben lassen und den Umgang mit schwierigen Menschen erleichtern.

Beitrag von:
Dipl.-oec. Dirk Strackbein, TAW-Trainer und DISKURS Wuppertal, langjährig in leitenden Positionen in der Industrie tätig, Managementtrainer und Unternehmensberater. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Themen Führung, Motivation und Kommunikation, zu denen er auch verschiedene Fachbücher veröffentlicht hat.

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