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Interview mit dem TAW-Dozenten RA Dr. Andreas Schmidt zum Thema Bau- und Architektenrecht

RA Dr. Andreas Schmidt, SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Lehrbeauftragter für Bau- und Architektenrecht der TU Darmstadt, regelmäßige Referententätigkeit zum privaten Bau- und Architektenrecht im Gespräch mit der TAW.

TAW: Herr Dr. Schmidt, wir bieten in Wuppertal verschiedene Seminare zum Thema Bau-/Bauvertragsrecht an, welche von Ihnen als Dozent durchgeführt werden, z.B. „Aktuelles Baurecht“. Worauf können sich die Seminarteilnehmer an diesen Tagen freuen?

AS: Immer wieder freue ich mich, an der TAW referieren zu dürfen. In dem Tagesseminar „Aktuelles Baurecht“ werden wir anhand von Beispielen aus der aktuellen Rechtsprechung die typischen Fragestellungen in der beruflichen Praxis der Teilnehmer diskutieren. Schwerpunkte sind Vertragsgestaltung/AGB-Recht, Vergütung/Nachträge, Abnahme und Mängelrechte sowie Sicherheiten.

TAW: Warum ist es wichtig, im Bauvertragsrecht up to date zu sein?

AS: Die Abwicklung größerer Bauverträge ist zunehmend verrechtlicht. Die zu beachtenden Vorgaben aus Gesetzgebung und Rechtsprechung sind ständig in Bewegung. Wer hier nicht fit ist, zieht den Kürzeren und verschenkt Geld. Die Seminargebühr macht sich also schnell bezahlt, wenn man danach den einen oder anderen Fehler vermeidet.

TAW: Welche Entwicklung bzw. Änderungen gab es 2015 bei der Rechtsprechung zum Bauvertragsrecht?

AS: Hierzu verweise ich auf meinen baurechtlichen Jahresrückblick, in dem ich die aus meiner Sicht 10 wichtigsten BGH-Urteile des Jahres 2015 zum Baurecht zusammengestellt habe.

TAW: Können Sie kurz eine kuriose Geschichte aus Ihrem Alltag als Rechtsanwalt schildern?

AS: Das Baugeschehen ist ja eher nicht vergnügungssteuerpflichtig – jedenfalls wenn es bei uns landet. Kurios erscheinen zuweilen architektonische Vorgaben, wie bspw. in einem aktuellen Fall ein Glasdach, auf dem aus gestalterischen Gründen das Regenwasser stehenbleiben soll. Die Folgeprobleme sind dann allerdings nicht mehr so lustig.

TAW: Im Februar 2015 ist das von Ihnen mitverfasste „Bauvertragsrecht Praxiswissen“ erschienen. Können Sie kurz erklären, worum es in diesem geht.

AS: Das Buch bietet einen Querschnitt durch alle relevanten Bereiche des privaten Baurechts. Anders als in anderen Werken ist dabei nicht die VOB/B der Ausgangspunkt, sondern die gesetzliche Rechtslage nach dem BGB. Soweit die VOB/B hiervon abweicht, wird darauf natürlich auch hingewiesen. Es ist zum Verständnis des Baurechts aber wichtig, sich zunächst das Werkvertragsrecht nach dem BGB klarzumachen – darauf baut alles auf.

TAW: Worauf werden im Buch besondere Schwerpunkte gesetzt?

AS: Häufig haben Baupraktiker ein erstaunliches Detailwissen in der baurechtlichen Rechtsprechung. Ihnen fehlt aber oft als Fundament die Kenntnis der gesetzlichen Zusammenhänge und Strukturen. Diese Lücke will das Werk füllen. Thematisch sind alle Klassiker dabei, beginnend mit dem Vertrags- und AGB-Recht, über die Leistungsbeschreibung, Nachträge, Vergütung, Abnahme und Mängelrechte bis hin zu Sicherheiten. Auch die immer wichtigeren außergerichtlichen Konfliktlösungsmechanismen wie z.B. die Schlichtung werden behandelt.

TAW: Wir bieten die drei Kurzseminare „Bürgschaften am Bau“, „Haftungsvermeidung am Bau“ und „Forderungsdurchsetzung und Forderungssicherung am Bau“ an. Für wen wäre die Seminarteilnahme wichtig und warum?

AS: Die Themen sind für Bauherren, Architekten/Ingenieure und Bauunternehmer gleichermaßen relevant. Den größten Schulungsbedarf sehe ich bei mittelständisch strukturierten Bauunternehmen, die meist ohne eigene Rechtsabteilung mit baurechtlichen Sachverhalten umgehen müssen. Hier muss „der Chef“ sich darauf verlassen können, dass seine Projektleiter im Baurecht up to date sind.



Rechtsanwalt Dr. Andreas Schmidt ist als Experte in unseren Seminaren im Einsatz. Profitieren Sie von seinem reichen Erfahrungsschatz.

Aktuelles Baurecht
Update für Baupraktiker auf Basis aktueller Rechtsprechung