coffee & connect: Bergische Unternehmen zwischen Tradition und Transformation
Wie bleibt eine Region wirtschaftlich stark, wenn Digitalisierung, Fachkräftemangel, neue Technologien und steigende Kosten gleichzeitig neue Antworten verlangen?
Bei coffee & connect kamen am 17. Juni 2026 bei der TAW in Wuppertal Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommune und Weiterbildung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Bergische Land seine Stärken nutzen und wirtschaftliche Transformation gemeinsam gestalten kann.
Wuppertal spricht über Wandel. Diese Stimmen waren dabei.
Mit Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, Prof. Dr. Ing. Peter Gust von der Bergischen Universität Wuppertal, Dr. Andreas Groß, Geschäftsführender Gesellschafter der Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und IHK-Vizepräsident, sowie Richard Klein, Vorstand der TAW, kamen vier unterschiedliche Blickwinkel zusammen.
Im Raum standen Fragen, die für Unternehmen in der Region unmittelbar relevant sind: Welche Rahmenbedingungen braucht der Wirtschaftsstandort? Wie gelingt Wissenstransfer zwischen Universität und Unternehmen? Welche Rolle spielen Bildung und Fachkräfteentwicklung? Und wie bleibt der Mensch im Blick, wenn Technologie immer schneller wird?

Vier Blickwinkel auf eine Region in Bewegung
Miriam Scherff richtete den Blick auf die Potenziale Wuppertals und die Bedingungen, unter denen sich der Wirtschaftsstandort weiterentwickeln kann. Bessere Rahmenbedingungen, schnellere Investitionen und Bildung als Standortfaktor standen dabei im Mittelpunkt.
Prof. Dr. Ing. Peter Gust rückte den Wissenstransfer zwischen Universität und Unternehmen in den Fokus. Entscheidend sei, vorhandenes Wissen stärker zu verbinden und Kooperationen in der Region weiter auszubauen.
Wie eng regionale Wirtschaft, Wissenschaft und Kommune zusammengehören, machte Dr. Andreas Groß deutlich. Er sprach über KI, Automatisierung und die Zukunft der Industrie – und darüber, dass tragfähige Lösungen nur im Zusammenspiel entstehen können.
Richard Klein, Vorstand der TAW, lenkte den Blick schließlich auf die Menschen hinter der Transformation. KI eröffnet Chancen, sorgt aber auch für Unsicherheit. Umso wichtiger seien Zuversicht, Lernbereitschaft und der Mut, Veränderung aktiv mitzugestalten.

Dann wurde aus Impulsen Austausch
Nach den Impulsen wurde gemeinsam weitergedacht: Speaker:innen und Teilnehmende diskutierten, was Wuppertal und das Bergische Land jetzt brauchen, um wirtschaftlich stark zu bleiben. Im Mittelpunkt standen Standortbedingungen, Wissenstransfer, Fachkräfte und die Frage, wie neue Technologien sinnvoll in die Praxis kommen. Dr. Andreas Groß fasste es treffend zusammen:
„Seien Sie zuversichtlich, aber machen Sie nicht weiter wie bisher.“
Ein Nachmittag in Bildern
Wuppertaler Unternehmen stellen sich vor
Eine Idee aus den Vorträgen regte zum Weiterdenken an? An den Thementischen ging es direkt weiter. Die Bergische Universität Wuppertal, die Bergische IHK, die Wirtschaftsförderung Wuppertal und SCIO Automation stellten konkrete Projekte vor, beantworteten Fragen aus der Praxis und eröffneten neue Perspektiven für den weiteren Austausch.
Was coffee & connect in Bewegung gebracht hat
➜ Wissen muss zirkulieren.
Kooperationen zwischen Universität und Unternehmen können Forschung und betriebliche Praxis enger zusammenbringen.
➜ Bildung entscheidet mit über Standortstärke.
Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung gehören unmittelbar zur wirtschaftlichen Zukunft der Region.
➜ Technologie braucht Lernbereitschaft.
KI und Automatisierung verändern Prozesse und stellen Unternehmen zugleich vor die Aufgabe, Menschen in diese Entwicklung einzubeziehen.
➜ Regionale Stärke entsteht im Zusammenspiel.
Wirtschaft, Wissenschaft und Kommune bringen unterschiedliche Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten mit. Gerade ihre Verbindung prägte diese Ausgabe von coffee & connect.

Heute im Rückblick. Das nächste Mal mittendrin.
Miriam Scherff, Peter Gust, Andreas Groß und Richard Klein brachten bei dieser Ausgabe ihre Sicht auf den Wandel ein. Beim nächsten coffee & connect stehen neue Themen und andere Köpfe im Mittelpunkt. Was bleibt, ist die Idee hinter der Reihe: Menschen zusammenzubringen, die etwas zu den Fragen beitragen können, die Unternehmen und die Region gerade beschäftigen.
Sie möchten beim nächsten Mal nicht nur darüber lesen, sondern selbst dabei sein?
Was steckt hinter coffee & connect?
coffee & connect ist der Treffpunkt für Fach- und Führungskräfte, Unternehmen und engagierte Köpfe aus der Region. Aktuelle Zukunftsthemen treffen auf Erfahrungen aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft. So entstehen neue Perspektiven, wertvolle Kontakte und Impulse, die Unternehmen weiterbringen. Wir freuen uns, Sie beim nächsten Event zu treffen!
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