Lehrgang

Praxisgrundlagen Betriebswirtschaft für Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler

Überblick

Die Komplexität (betriebs-)wirtschaftlicher Zusammenhänge steigt. Für technische Fach- und Führungskräfte wird es im beruflichen Alltag immer wichtiger, grundlegendes betriebswirtschaftliches Know-how und Anwendungs-verständnis zu erwerben, um Entscheidungen mit wirtschaftlichen Auswirkungen richtig einordnen und treffen zu können. Bei modernen Trendthemen wie bei der Digitalisierung oder beim agilen Projektmanagement muss der hohe Ressourceneinsatz und Investitionsbedarf durch die erreichbaren Veränderungen wieder armotisiert werden können. Für die Entwicklung und Verbesserung von Dienstleistungen und Produkten spielt die Einschätzung wirtschaftlicher Erfolgschancen und die Erfolgsmessung eine zentrale Rolle. 

Der Intensiv-Lehrgang "Praxisgrundlagen Betriebswirtschaft" vermittelt allen Teilnehmern in kompakter und sehr übersichtlicher Form das erforderliche Wissen zu den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Aspekten.

Es wird das "ökonomische Basiswissen" behandelt: grundlegende betriebswirtschaftliche Definitionen, Elementarkennzahlen und Elementaransätze der Betriebswirtschaftslehre werden erläutert. Aktuelle Fallbeispiele veranschaulichen den Lehrstoff praxisorientiert.

Die Grundlagen des betrieblichen Controllings/Rechnungswesens werden gemeinsam besprochen. Auf aktuelle Entwicklungen bei der betrieblichen Kostenrechnung, beispielsweise bei der Prozesskostenrechnung, wird intensiv eingegangen.

Wie eine Cockpit-Steuerung von Betrieben mit Hilfe von Controlling-Ansätzen und Kennzahlen(-systemen) oder von Investitionsrechnungen funktionieren kann, wird Ihnen erklärt. 

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich bei uns die erforderlichen betriebswirtschaftlichen Praxisgrundlagen für Ihre Tätigkeit zu verschaffen.

Im Detail

Inhalte
  1. Betriebswirtschaftliche Begriffe
    • Ökonomisches Prinzip: Produktivität / Wirtschaftlichkeit / Benchmarking-Figure
    • Gewinn- und Verlustrechnung: Abschreibung/Break-Even-Point
    • Profitbegriffe: Ebit/Ebitda/Marge
    • Rentabilität: Eigenkapitalrentabilität, ROI, ROCE
    • Liquidität: Cash-flow, DCF (discounted-cash-flow-Rates)
    • Direct Costing-Deckungsbeitragsrechnung
    • Kapitalwertbetrachtungen / Net value present / Capital Value
    • Effizienz / Effektivität
    • Überblick über aktuelle Unternehmensführungsansätze, wie z.B. BSC - Balanced-Score-Card, Value-Management/Share-holder-value-Ansätze, agile Unternehmensführung, Business-Plan-Management
  2. Kosten- und Leistungsrechnung (Cost-Management)
    • Grundlagen und Zusammenhänge des betrieblichen Rechnungswesens
    • Kosten- und Leistungsrechnung - Basis des internen Rechnungswesens
    • Kostenarten-/Kostenstellen-/Kostenträgerrechnung/Kalkulationsverfahren
    • Aktuelle Trends und Probleme der Kosten- und Leistungsrechnung / Target Costing
    • Anforderungen an ein modernes betriebliches Kostenmanagement
    • Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung
    • Neuere Entwicklungen: Das Beispiel Prozesskostenrechnung/Activity-Costing
    • Beurteilung von Investitionsvorhaben - traditionelle und erweiterte Wirtschaftlichkeitsrechnung/Armortisation
  3. Controlling/Kennzahlen-Systeme
    • Abgrenzung von Controlling, Finanz- und Rechnungswesen
    • Aufbau von Kennzahlensystemen für das Controlling (Dupont-System/ZVEI/BSC)
    • Interpretation und Analyse von Erfolgs- und Liquiditätskennzahlen
    • Risikostrukturanalyse/Risk-Analysis
    • Überblick Bilanz-Kennzahlen/Balance Sheet-Analysis
    • Budgeting/Zero-Base-Budgeting

Fachkräfte aus Produktion, Konstruktion, Forschung und Entwicklung (F&E), Projekt-Manager, technische Einkäufer/Vertriebler, Architekten, Naturwissenschaftler/Mediziner aus Unternehmen und aus der öffentlichen Verwaltung.

  • Prof. Dr. Peter Mühlemeyer,
    Hochschule Worms, Fachgebiet Allgemeine Betriebswirtschaft, insbesondere Personal- und Unternehmensführung
  • Prof. Dr. Frank Thielemann,
    Fachhochschule Aachen, Fachgebiet Allgemeine Betriebswirtschaft, insbesondere Rechnungswesen und Controlling

Der sehr praxisorientierte Intensiv-Lehrgang wird inhaltlich für alle Teilnehmer über im Vorfeld des eigentlichen Seminars zur Verfügung gestellte Lehrbriefe vorbereitet. 

In zwei intensiven Workshops (Freitag/Samstag) werden die nachfolgenden Inhalte unter Einbezug vieler Beispiele und vielfältiger "Übungen" für die Teilnehmer von praxiserfahrenen Dozenten dargestellt.

Workshopinhalte:

  • Praxisbezogene Umsetzung und Vertiefung der in den vorbereitenden Lehrbriefen gelegten Grundlagen
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch
  • Gruppenarbeit
  • Praxis-Beispiele
  • Erarbeitung konkreter Instrumente und Hilfsmittel zur Umsetzung in der Praxis

Bitte bringen Sie zu den Präsenzphasen einen Taschenrechner mit.

Nach Abschluss des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat mit detaillierter Auflistung der vermittelten Sachgebiete.

Den berufsbegleitenden Zertifikats-Lehrgang mit Präsenz­phasen und Lehrbriefen zeichnet ein hoher Praxisbezug und die aktive Einbindung der Teilnehmer aus.

Prä­senz­phasen

Zwei Prä­senz­phasen mit Work­shop-Cha­rak­ter bil­den den Mit­tel­punkt des Zertifikats-Lehr­gangs und die­nen der Anwendung und Ver­tie­fung der in den vor­be­rei­ten­den Selbst­lern­ma­te­ria­li­en ge­leg­ten Grund­la­gen. Die Be­ar­bei­tung kon­kre­ter Pra­xis­pro­ble­me, die Dis­kus­si­on und der Er­fah­rungs­aus­tausch der Teil­neh­mer stel­len den unmittelbaren Be­zug zur be­ruf­li­chen Pra­xis her. Kon­kre­te Pro­blem­stellungen und offene Fra­gen werden ge­mein­sam be­ar­bei­tet und ausführlich besprochen.

Me­tho­den:

Vor­trag, Dis­kus­si­on, Er­fah­rungs­aus­tausch, Grup­pen­ar­beit, prak­tische Übungen.

Lehr­briefe und Selbst­lern­ma­te­ri­a­li­en 

Die vorab zugesendeten Lehr­briefe/Selbst­lern­ma­te­ri­a­li­en erleichtern den Einstieg in das jeweilige The­men­ge­biet. So kann die Vor­be­rei­tung auf die Präsenzphasen durch frei­e Zeit­ein­tei­lung in­di­vi­du­ell ge­stal­tet wer­den. 

Mit Hil­fe der Selbstlernmaterialien wird auch bei einem he­te­ro­ge­nen Teil­neh­merfeld mit unterschiedlichen Vor­kenntnissen eine ein­heit­li­che Aus­gangs­basis hergestellt. Durch diese vorbereitende Struk­tu­rie­rung wird die Ef­fi­zi­enz und Ef­fek­ti­vi­tät der Prä­senz-Work­shops weiter erhöht. Die Lehr­briefe können zudem als Nach­schla­ge­werk wäh­rend der ge­sam­ten Maß­nah­me und da­r­ü­ber hi­n­aus genutzt werden.

Die Be­ar­bei­tungs­zeit für die Lehrbriefe ist in­di­vi­du­ell ver­schie­den und ab­hän­gig von den jeweiligen fachbezogenen Vor­kennt­nis­sen der Teil­neh­mer. Pro Work­shop ist mit einer Vorbereitungszeit von ca. 4 - 6 U.-Stun­den à 45 Min. zu rechnen. Übungs­auf­ga­ben er­mög­li­chen ei­ne Selbst­kon­t­rol­le des Lern­fortschritts.