Selbstmanagement wirksam umsetzen – vom Wunsch zur Handlung. Das gelingt mit dem Züricher Ressourcenmodell (ZRM) und dem Rubikonmodell, die strukturierte Ansätze zur Zielentwicklung und Umsetzung bieten. Während das ZRM auf unbewusste Ressourcen und Motivation fokussiert, beschreibt das Rubikonmodell die Phasen vom Wunsch bis zur Handlung. Der Quick Guide gibt einen Überblick über Begriffe, Abläufe und Unterschiede beider Modelle. So wird verständlich, wie Ziele klar formuliert, innere Blockaden erkannt und konkrete Schritte geplant werden können.
Das Wichtigste in Kürze:
Beide Modelle helfen dabei, ein zentrales Problem im Berufsalltag zu lösen:
Warum setzen wir gute Vorsätze oft nicht um – obwohl wir wissen, was zu tun wäre?
- Züricher Ressourcenmodell (ZRM): Fokus auf Motivation & innere Ressourcen
- Rubikonmodell: Fokus auf den Prozess von der Absicht zur Handlung
Zusammengenommen liefern sie ein starkes Framework für Selbstmanagement und Kompetenzentwicklung.
Das Rubikonmodell: 4 Schritte von „Ich will“ zu „Ich mache“
Das Rubikonmodell beschreibt 4 Phasen, die jede Handlung durchläuft:
1. Abwägen (Motivationsphase)
- Wünsche, Ziele, Optionen prüfen
- Beispiel: „Ich sollte mein Zeitmanagement verbessern“
2. Planen (prädezisionale Phase)
- Konkrete Entscheidung treffen
- Ziel festlegen
- Hier wird der „Rubikon überschritten“ (Commitment!)
3. Handeln (Handlungsphase)
- Umsetzung im Alltag
- Fokus, Disziplin, Prioritäten
4. Bewerten (postaktionale Phase)
- Ergebnis reflektieren
- Lernen & anpassen

Züricher Ressourcenmodell (ZRM): Motivation gezielt nutzen
Das ZRM setzt früher an – bei der Frage:
Was motiviert mich wirklich, ins Handeln zu kommen?
Kernprinzip: Verhalten wird nachhaltiger, wenn es emotional verankert ist.
Die 4 zentralen Schritte im ZRM
1. Bedürfnisse erkennen
- Was will ich wirklich?
- Nicht nur rational, sondern emotional
2. Zielbild entwickeln
- Positiv formuliertes Ziel
- Beispiel:
❌ „Ich will weniger Stress“
✅ „Ich arbeite fokussiert und klar strukturiert“
3. Ressourcen aktivieren
- Eigene Stärken bewusst nutzen
- Unterstützende Gedanken, Bilder oder Routinen entwickeln
4. Umsetzung im Alltag
- Konkrete Handlungen ableiten
- Routinen aufbauen
Warum funktioniert das?
Weil Motivation nicht nur aus dem Kopf kommt – sondern auch aus dem Gefühl.
ZRM & Rubikonmodell kombiniert: Schritt-für-Schritt Leitfaden
1. Ziel klären (ZRM)
- Was möchte ich verändern?
- Warum ist mir das wichtig?
2. Emotionales Ziel formulieren (ZRM)
- Positiv, konkret, motivierend
- „Ich arbeite konzentriert und mit klarem Fokus“
3. Entscheidung treffen (Rubikonmodell)
- Bewusst festlegen: Ich setze das um
4. Konkrete Umsetzung planen
- Wann? Wie? Womit?
- Beispiel: „Jeden Morgen 60 Minuten Fokuszeit“
5. Handeln & dranbleiben
- Kleine Schritte statt Perfektion
- Routinen etablieren
6. Reflexion
- Was hat funktioniert?
- Was passe ich an?
Mini Checkliste für den Alltag
✓ Habe ich ein klares Ziel?
✓ Ist mein Ziel positiv und motivierend formuliert?
✓ Habe ich eine konkrete Handlung definiert?
✓ Habe ich mich bewusst entschieden (Commitment)?
✓ Reflektiere ich meine Fortschritte regelmäßig?
Fazit: Vom Wissen ins Tun kommen
Das Rubikonmodell zeigt, wann wir ins Handeln kommen.
Das Züricher Ressourcenmodell zeigt, wie wir Motivation dafür aufbauen.
Zusammen helfen sie dabei, Selbstmanagement wirksam umzusetzen – und damit echte Kompetenzentwicklung im Berufsalltag zu erreichen.
Unsere Weiterbildungen
FAQ - Züricher Ressourcenmodell & Rubikonmodell
Wie unterscheiden sich Züricher Ressourcenmodell und Rubikonmodell konkret?
Das Züricher Ressourcenmodell (ZRM) fokussiert sich auf Motivation und innere Ressourcen – also warum wir handeln.
Das Rubikonmodell beschreibt den Prozess der Umsetzung – also wie wir vom Wunsch zur Handlung kommen.
Kurz: ZRM aktiviert den Antrieb, das Rubikonmodell strukturiert die Umsetzung.
Für welche Themen lassen sich die Modelle im Beruf anwenden?
Beide Modelle sind vielseitig einsetzbar, z. B. für:
- Selbstmanagement (z. B. Zeitmanagement verbessern)
- Verhaltensänderungen (z. B. bessere Kommunikation)
- Zielerreichung (z. B. neue Rolle, Karriereentwicklung)
- Umgang mit Belastung (z. B. Stressmanagement)
Wie schnell lassen sich erste Effekte erzielen?
Erste Veränderungen sind oft schnell spürbar – vor allem durch mehr Klarheit und Fokus.
Nachhaltige Effekte entstehen jedoch erst durch konsequente Anwendung im Alltag und regelmäßige Reflexion.
Kann ich die Modelle ohne Training oder Weiterbildung nutzen?
Ja, die Grundlagen lassen sich gut selbst anwenden.
Allerdings helfen strukturierte Trainings oder Weiterbildungen dabei,
- die Methoden korrekt anzuwenden
- eigene blinde Flecken zu erkennen
- den Transfer in den Berufsalltag zu sichern
Besonders bei komplexeren Veränderungszielen lohnt sich professionelle Begleitung.


