Lernstrategien im Unternehmen: So lernen Mitarbeitende effektiver und nachhaltig

Wie oft greifen Sie im Arbeitsalltag wirklich noch auf das Wissen aus einer Weiterbildung zurück, die fünf Jahre zurückliegt? In vielen Fällen zeigt sich schnell, dass einmal gelerntes Wissen ohne regelmäßige Anwendung oder Auffrischung nach und nach an Relevanz verliert. Genau deshalb reicht klassische Wissensvermittlung „auf Vorrat“ heute nicht mehr aus. Denn entscheidend ist nicht nur, was gelernt wird, sondern auch wie. Menschen lernen unterschiedlich und genau darin liegt der Schlüssel für nachhaltigen Lernerfolg. 

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Lernstrategien besonders wirksam sind, wie Unternehmen sie gezielt fördern können und welche davon am besten zu Ihnen passt. Am Ende des Artikels wartet ein kurzer Selbsttest, mit dem Sie Ihren persönlichen Lernstil entdecken können. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lernstrategien steuern, wie Wissen aufgenommen und nachhaltig angewendet wird
  • Zentrale Strategien sind kognitiv, metakognitiv, ressourcenbezogen, affektiv und sozial
  • Sie gehen über Methoden hinaus und strukturieren den gesamten Lernprozess
  • Praxisnähe und Selbststeuerung sind entscheidend für nachhaltigen Lernerfolg
  • Unternehmen profitieren durch schnellere Kompetenzentwicklung und bessere Anpassungsfähigkeit

Was sind Lernstrategien und warum sind sie im Unternehmen so wichtig?

Lernstrategien machen erfolgreiches lebenslanges Lernen erst möglich. Sie steuern aktiv, wie Informationen aufgenommen, verarbeitet und im Arbeitsalltag genutzt werden. Damit beeinflussen sie direkt, wie effizient Wissen verankert wird und wie flexibel Mitarbeitende auf neue Anforderungen reagieren und Future Skills erlernen. 

 

Lernstrategien einfach erklärt 
 

Aus wissenschaftlicher perspektive sind Lernstrategien Verhaltensweisen und Gedanken, die Lernende gezielt einsetzen, um ihren Wissenserwerb und ihre Motivation zu steuern. Dabei lassen sich drei Ebenen unterscheiden: 

  • Kognitive Strategien zur direkten Verarbeitung von Informationen, etwa durch das Zusammenfassen wichtiger Inhalte

  • Metakognitive Strategien zur Planung und Kontrolle des eigenen Lernfortschritts  

  • Ressourcenbezogene Strategien zur Organisation von Lernumgebung, Zeit und Anstrengung  

 

Unterschied zwischen Lernstrategien und Lernmethoden 
 

Lernstrategien beschreiben, wie Lernende ihren Lernprozess bewusst planen, steuern und reflektieren. Sie bestimmen, wie Wissen aufgenommen, verarbeitet und langfristig gespeichert wird. 

Lernmethoden hingegen sind konkrete Verfahren oder Werkzeuge, mit denen Inhalte vermittelt oder erarbeitet werden, zum Beispiel Karteikarten, Mindmaps, Gruppenarbeiten oder Web-Based-Trainings. 

→ Einfach ausgedrückt: Lernmethoden legen fest, womit gelernt wird. Lernstrategien entscheiden, wie gelernt wird und wie effektiv Wissen langfristig erhalten und angewendet werden kann. 

 

Warum strategisches Lernen nachhaltiger wirkt 
 

Strategisches Lernen basiert auf Planung und Reflexion. Dadurch entstehen deutlich bessere Lernergebnisse und auf Vorrat angehäuftes Wissen wird vermieden. 

Wer strategisch lernt, überprüft regelmäßig seine Ziele und passt sein Vorgehen flexibel an. Das macht Lernen im Vergleich zu spontanen Impulsen deutlich nachhaltiger und wirksamer. 

Bedeutung von Lernstrategien für Unternehmen

Unternehmen, deren Teams routiniert mit wirkungsvollen Lernstrategien arbeiten, sind klar im Vorteil: Mitarbeitende integrieren neue Technologien schneller und navigieren sicherer in komplexen, sich schnell ändernden Systemen.

3 Tipps für HR: Lernen am Arbeitsplatz gezielt fördern

Lernzeit ermöglichen: 
Reservieren Sie bewusst Zeitfenster im Arbeitsalltag, damit Mitarbeitende Neues lernen, Wissen vertiefen und Gelerntes reflektieren können. 

Selbstgesteuertes Lernen stärken: 
Unterstützen Sie eigenverantwortliches Lernen mit strukturierten Lernpfaden, Microlearning und digitalen Lernangeboten, die individuelles Lernen erleichtern. 

Lernen in den Arbeitsalltag integrieren: 
Transferaufgaben, Peer Learning und regelmäßige Reflexion helfen dabei, Wissen nachhaltig anzuwenden und langfristig zu festigen. 

 

Effektiv lernen: Die besten Lernstrategien für Erwachsene

Erwachsenenlernen unterscheidet sich deutlich von schulischem Lernen. Besonders wirksam ist Kompetenzentwicklung dann, wenn sie aktiv mitgestaltet werden kann und einen klaren Bezug zur eigenen Arbeitswelt hat.

Besonderheiten des Lernens im Erwachsenenalter

Erwachsenenlernen unterscheidet sich deutlich von schulischem Lernen. Besonders wirksam ist Kompetenzentwicklung dann, wenn sie aktiv mitgestaltet werden kann und einen klaren Bezug zur eigenen Arbeitswelt hat. 

Erwachsene bringen umfangreiche Vorerfahrungen mit, die als Anknüpfungspunkt für neues Wissen dienen. Lernen ist bei ihnen meist: 

  • interessengeleitet  

  • zielorientiert  

  • praxisnah motiviert  

→ Im Fokus steht die Frage: Ist das, was ich lerne, relevant für mich? Zusätzlich spielt der Austausch auf Augenhöhe in professionellen Lerngemeinschaften eine wichtige Rolle. 

 

Warum Praxisbezug entscheidend ist 
 

Lernen im Unternehmen funktioniert besonders gut, wenn es direkt in reale Arbeitsprozesse eingebettet ist. Arbeitsprozessorientierte Didaktik nutzt echte Problemstellungen als Ausgangspunkt. So entsteht Lernen in vollständigen Handlungen: 

  • Planen  

  • Ausführen  

  • Kontrollieren  

→ Das verankert Wissen im Gedächtnis und erhöht die Motivation durch direkten Anwendungsbezug. 

 

Selbstgesteuertes Lernen als Schlüsselkompetenz 
 

In der digitalen Arbeitswelt wird Selbststeuerung zur Kernkompetenz. Mitarbeitende übernehmen Verantwortung für ihre Lernbiografie, erkennen Lernbedarfe selbst und nutzen digitale Ressourcen für ihren persönlichen Fortschritt. 

Künstliche Intelligenz kann diesen Prozess unterstützen, indem sie adaptive Lernpfade bereitstellt, die sich an Tempo und Wissensstand anpassen. 

Die 5 wichtigsten Lernstrategien im Überblick

Lernstrategien sind gezielte Verhaltensweisen und Gedanken, mit denen Lernende ihren Wissenserwerb und ihre Motivation steuern. Sie bilden die Basis für nachhaltiges Lernen im Unternehmen. 

Kognitive Lernstrategien 
 

Diese Strategien unterstützen die direkte Verarbeitung von Informationen. Dazu gehören: 

  • Wiederholung zur Festigung von Faktenwissen  

  • Verknüpfung neuer Inhalte mit vorhandenen Erfahrungen  

  • Strukturierung komplexer Inhalte durch Zusammenfassungen oder Schaubilder  


Metakognitive Lernstrategien 
 

Metakognitive Strategien steuern den gesamten Lernprozess. Sie umfassen: 

  • Planung von Lernzielen

  • Überwachung des Lernfortschritts 

  • Anpassung der Vorgehensweise bei Schwierigkeiten


Ressourcenorientierte Lernstrategien 
 

Diese Strategien organisieren die Lernbedingungen. Intern geht es um Zeit- und Energiemanagement. Extern um eine passende Lernumgebung und den gezielten Einsatz zusätzlicher Informationsquellen. 


Affektive Lernstrategien 
 

Affektive Strategien steuern Emotionen und Motivation. Positive Emotionen fördern Flexibilität beim Lernen, während negative Emotionen den Lernprozess hemmen können. Die bewusste Emotionsregulation ist daher entscheidend für nachhaltigen Lernerfolg. 


Soziale Lernstrategien 
 

Soziale Strategien nutzen Austausch und Zusammenarbeit als Lernquelle. Dazu gehören: 

  • kollegialer Austausch 

  • gemeinsames Problemlösen im Team

  • Mentoring und Coaching

Lernstrategien im Arbeitsalltag erfolgreich anwenden

Im Arbeitsalltag zählen keine starren Rezepte, sondern Lernstrategien, die sich flexibel an Situation, Aufgabe und Ziel anpassen. Genau das macht sie in modernen Organisationen so wertvoll.

Lernstrategien für Fachwissen 
 

Wer Fachwissen aufbauen will, lernt besonders gut an echten Beispielen. Beim Cognitive Apprenticeship machen Expertinnen und Experten ihre Denkweise Schritt für Schritt sichtbar. So wird aus Zuschauen aktives Verstehen und aus Mitdenken echtes Können. 

 

Lernstrategien für Soft Skills 
 

Soft Skills entwickeln sich am besten dort, wo Ausprobieren erlaubt ist. Rollenspiele, Simulationen und geschützte Lernräume schaffen genau diesen Rahmen: Mitarbeitende können Verhalten testen, Feedback einholen und die Wirkung ihres Handelns reflektieren. Hier sind soziale und affektive Lernstrategien gefragt. 

 

Lernstrategien für Führungskräfte 
 

Führungskräfte benötigen starke metakognitive Fähigkeiten und vorausschauendes Denken. Deshalb profitieren Führungskräfte besonders von metakognitiven Lernstrategien, mentalen Simulationen und Szenariotechniken. Sie helfen dabei, komplexe Entwicklungen früh zu erkennen und Entscheidungen bewusster zu treffen. 

 

Lernstrategien für digitale und KI-Kompetenzen 
 

Digitale Kompetenzen wachsen nicht nur durch Wissen, sondern durch den sicheren Umgang mit neuen Tools. Wer KI versteht, Prompts gezielt einsetzt und Ergebnisse kritisch prüft, nutzt digitale Systeme nicht nur effizienter, sondern auch klüger. 

 

Lernen direkt im Arbeitsprozess 
 

Das wirksamste Lernen passiert oft mitten im Alltag. Learning on Demand bringt Wissen genau dann ins Spiel, wenn es gebraucht wird. 

Nachhaltiges Lernen und Wissenstransfer sichern

Nachhaltiges Lernen heißt, Wissen nicht nur aufzunehmen, sondern es so zu verankern, dass es im Alltag wirklich genutzt werden kann. Erst wenn Inhalte in der Praxis ankommen, entsteht echter Mehrwert. 

 

Warum Wissen verloren geht 
 

Wissen verpufft, wenn es ohne klaren Bezug zum Arbeitsalltag vermittelt wird. Fehlt die Verbindung zu bestehenden Erfahrungen, bleibt es oft abstrakt, schwer abrufbar und wenig wirksam. 

 

Lerntransfer in den Arbeitsalltag fördern 
 

Besonders gut gelingt der Transfer, wenn Lerninhalte an realen Herausforderungen ansetzen. Wer direkt mit Praxisfällen arbeitet, macht Wissen sofort handlungsfähig und erhöht die Chance, dass es langfristig im Gedächtnis bleibt. Erfolgreiche betriebliche Weiterbildung endet nicht mit einem Seminar, sondern beginnt mit dem Transfer in den Arbeitsalltag. 

 

Wiederholung und Anwendung verbinden 
 

Nachhaltiges Lernen entsteht vor allem dann, wenn Theorie und Praxis ineinandergreifen. Wiederkehrende Lernzyklen helfen dabei, Fähigkeiten zu festigen, Routinen aufzubauen und neue Kompetenzen sicher anzuwenden. 

 

Wissensmanagement als Erfolgsfaktor 
 

Ein gutes Wissensmanagement sorgt dafür, dass Erfahrungswissen im Unternehmen nicht verloren geht, sondern nutzbar bleibt. Digitale Systeme und KI-gestützte Plattformen können Wissen strukturiert bereitstellen und den Austausch in Communities erleichtern. 

Sie wünschen eine Beratung?

Wir beraten Sie gerne zu Ihrer passenden beruflichen Weiterbildung und unterstützen Sie bei der Auswahl des richtigen Angebots. Dabei im Mittelpunkt: Ihre Ziele, Ihre Vorkenntnisse und Ihre aktuelle berufliche Situation, um die für Sie passende Qualifizierung zu finden.

Digitale Lernstrategien für moderne Weiterbildung im Unternehmen

Digitale Tools und KI verändern Weiterbildung. Lernen wird individueller, flexibler und findet mitten im Arbeitsalltag statt. 

 

KI als Lernbegleiter 
 

Künstliche Intelligenz wird zum persönlichen Lernassistenten. Sie unterstützt mit adaptiven Lernpfaden, Feedback und der Entlastung bei wiederkehrenden Aufgaben. 

 

Mobile Learning und Microlearning im Alltag 
 

Mobile Learning bringt Wissen genau dorthin, wo es gebraucht wird: direkt in den Arbeitsfluss. Microlearning ergänzt das durch kurze, fokussierte Lerneinheiten, die Selbststeuerung fördern und den kontinuierlichen Kompetenzaufbau erleichtern. 

 

Learning Analytics für bessere Entscheidungen 
 

Learning Analytics macht sichtbar, wie sich Lernfortschritte entwickeln und wo noch Unterstützung nötig ist. So können Unternehmen Lernangebote gezielter steuern und Mitarbeitende passgenauer fördern. 

Herausforderungen bei Lernstrategien im Unternehmen

Trotz moderner Technologien gibt es typische Hürden bei der Umsetzung effektiver Lernstrategien. 

Zeitmangel im Arbeitsalltag 
 

Hohe Arbeitsbelastung führt dazu, dass Lernen oft keinen festen Platz bekommt. Daher sind bewusst geschaffene Lernzeiten entscheidend. 

 

Fehlende Motivation 
 

Motivation entsteht durch Sinn und Relevanz. Ohne Bezug zur Praxis sinkt die Lernbereitschaft. 

 

Schwierige Selbsteinschätzung 
 

"Wie viel schaffe ich heute wirklich?" Viele Lernende überschätzen ihre Selbststeuerung. Rückmeldungen durch Mentoring oder digitale Systeme helfen, Lernbedarfe realistischer einzuschätzen. 

 

Lernkultur als Erfolgsfaktor 
 

Fehler sind Teil des Lernwegs: Eine offene Lernkultur mit psychologischer Sicherheit fördert Experimentieren und Fehler als Lernchance. 

 

Rolle der Führungskräfte 
 

Führungskräfte entwickeln sich vom Kontrolleur zum Lernbegleiter. Sie schaffen Rahmenbedingungen, fördern Eigenverantwortung und leben aktives Lernen selbst vor. 

Fazit: Wie Lernstrategien zum Erfolgsfaktor werden

Lernstrategien fördern die Kompetenzentwicklung und helfen Unternehmen dabei, Mitarbeitende langfristig auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Sie verbinden individuelles Lernverhalten mit der Entwicklung der Organisation und machen Mitarbeitende sicherer und handlungsfähiger in einer dynamischen Arbeitswelt. 

Wer Lernstrategien gezielt fördert, stärkt nicht nur fachliche und methodische Kompetenzen, sondern auch Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens. 

Selbsttest: Welche Lernstrategie passt am besten zu Ihnen?

So funktioniert's: Beantworten Sie die fünf Fragen und notieren Sie sich jeweils den Buchstaben Ihrer Antwort. Der Buchstabe, der am häufigsten vorkommt, zeigt Ihnen, welche Lernstrategie Ihnen besonders liegt. 

 

1. Sie sollen sich in ein neues Thema einarbeiten. Wie gehen Sie vor? 

A) Ich verschaffe mir zuerst einen Überblick und bringe die Informationen in eine sinnvolle Struktur. 

B) Ich setze mir ein klares Ziel und überlege, wie ich meinen Lernerfolg überprüfen kann. 

C) Ich reserviere mir bewusst Zeit im Kalender und sorge für eine ruhige Lernumgebung. 

D) Ich frage mich zuerst, warum das Thema wichtig ist und welchen Nutzen es für mich hat. 

E) Ich tausche mich mit Kolleginnen und Kollegen aus oder hole mir Tipps von erfahrenen Personen. 

 

2. Was hilft Ihnen dabei, Neues dauerhaft zu behalten? 

A) Inhalte logisch ordnen und mit vorhandenem Wissen verknüpfen. 

B) Regelmäßig überprüfen, ob ich das Gelernte wirklich verstanden habe. 

C) Kurze, konzentrierte Lerneinheiten ohne Ablenkung. 

D) Praxisnahe Beispiele und spannende Aufgaben. 

E) Gespräche, Diskussionen und gemeinsames Lernen. 

 

3. Was bremst Sie beim Lernen am stärksten aus? 

A) Unübersichtliche oder schlecht strukturierte Informationen. 

B) Wenn ich kein klares Ziel vor Augen habe. 

C) Ständige Unterbrechungen und Zeitdruck. 

D) Wenn ich keinen Sinn in der Aufgabe erkenne. 

E) Wenn ich alles allein bearbeiten muss. 

 

4. Wie nutzen Sie KI oder digitale Lerntools am liebsten? 

A) Zum Strukturieren und Zusammenfassen von Informationen. 

B) Um mein Wissen mit Fragen oder Übungen zu testen. 

C) Für schnelle Antworten direkt während der Arbeit. 

D) Um neue Ideen und kreative Impulse zu bekommen. 

E) Für den Austausch mit anderen oder gemeinsames Lernen. 

 

5. Wann gehen Sie mit einem richtig guten Gefühl aus einer Lerneinheit? 

A) Wenn ich Zusammenhänge verstanden habe und alles Sinn ergibt. 

B) Wenn ich mein Lernziel erreicht habe und weiß, wie es weitergeht. 

C) Wenn ich konzentriert und ohne Ablenkung lernen konnte. 

D) Wenn mich das Thema begeistert hat und ich das Gelernte direkt anwenden kann. 

E) Wenn im Austausch mit anderen neue Ideen entstanden sind. 

Selbsttest

Auswertung

Überwiegend A: Struktur ist Ihr Ding 

Sie behalten auch dann den Überblick, wenn andere nur noch Fragezeichen sehen. Komplexe Inhalte bringen Sie schnell in eine logische Reihenfolge und erkennen Zusammenhänge auf einen Blick. 

Ihr Lerntipp: Nutzen Sie Mindmaps, Skizzen oder Zusammenfassungen. KI kann beim Sortieren helfen. Den größten Lerneffekt erzielen Sie, wenn Sie das Wissen aktiv mit eigenen Erfahrungen verknüpfen. 

 

Überwiegend B: Lernen mit Plan? Genau Ihr Stil. 

Sie gehen neue Themen Schritt für Schritt an. Ziele setzen, Fortschritte überprüfen und den eigenen Lernprozess steuern gehört für Sie ganz selbstverständlich dazu. 

Ihr Lerntipp: Arbeiten Sie mit kleinen Lernzielen und reflektieren Sie regelmäßig, was bereits gut funktioniert und wo Sie noch nachlegen möchten. 

 

Überwiegend C: Fokus macht den Unterschied 

Sie lernen am besten, wenn Sie sich voll auf eine Sache konzentrieren können. Eine gute Lernumgebung ist für Sie kein Luxus, sondern die Grundlage für nachhaltigen Lernerfolg. 

Ihr Lerntipp: Reservieren Sie feste Lernzeiten und schaffen Sie bewusst Phasen ohne Ablenkung. 

 

Überwiegend D: Neugier ist Ihr Antrieb 

Sie lernen besonders leicht, wenn Sie den Sinn hinter einem Thema erkennen. Neue Ideen motivieren Sie und Praxisbezug sorgt dafür, dass Wissen hängen bleibt. 

Ihr Lerntipp: Fragen Sie sich vor jeder Lerneinheit: Was bringt mir dieses Wissen konkret? Ein klarer Nutzen steigert Ihre Motivation. 

 

Überwiegend E: Gemeinsam geht's leichter 

Sie profitieren vom Austausch mit anderen. Ob Brainstorming, Feedback oder gemeinsames Tüfteln: Im Team entstehen für Sie die besten Lernerlebnisse. 

Ihr Lerntipp: Suchen Sie regelmäßig den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen oder bilden Sie kleine Lerngruppen. Gemeinsam entstehen oft die besten Ideen. 

 

→ Wichtig: Jede Person nutzt mehrere Lernstrategien. Ihr Ergebnis zeigt lediglich, welche Herangehensweise Ihnen aktuell am meisten liegt. Die besten Lernerfolge entstehen häufig durch die Kombination verschiedener Strategien. 

FAQ - Häufige Fragen zu Lernstrategien und Kompetenzentwicklung

Was sind Lernstrategien im Unternehmen einfach erklärt?

Lernstrategien beschreiben, wie Mitarbeitende Wissen gezielt aufnehmen, verarbeiten und im Arbeitsalltag anwenden. Sie steuern den gesamten Lernprozess und sind entscheidend für nachhaltige Kompetenzentwicklung.

Worin unterscheiden sich Lernstrategien und Lernmethoden?

Lernstrategien bestimmen, wie gelernt wird und wie Lernen geplant und reflektiert wird. Lernmethoden sind konkrete Werkzeuge wie Mindmaps, Karteikarten oder E-Learning-Formate.

Welche Lernstrategien gibt es?

Zu den wichtigsten Lernstrategien gehören kognitive, metakognitive, ressourcenorientierte, affektive und soziale Strategien. Sie greifen ineinander und unterstützen effektives und nachhaltiges Lernen.

Warum sind Lernstrategien für Unternehmen wichtig?

Sie helfen Mitarbeitenden, schneller neue Kompetenzen aufzubauen, sich an Veränderungen anzupassen und Wissen langfristig im Arbeitsalltag zu verankern. Besonders relevant wird das im Zusammenhang mit digitalen Arbeitsprozessen und KI-gestützter Büroarbeit, die zunehmend neue Anforderungen an Lern- und Arbeitsstrategien stellen.

Welche Lernstrategien sind besonders effektiv?

Besonders wirksam sind Strategien, die auf Praxisbezug, Selbststeuerung, Wiederholung und Reflexion setzen sowie den Austausch im Team fördern.

Wie können Unternehmen Lernstrategien fördern?

Durch feste Lernzeiten, strukturierte Lernpfade, Microlearning, Feedbackformate und die Integration von Lernen direkt in den Arbeitsprozess. Unterstützend wirkt dabei auch der gezielte Einsatz von KI im Büroalltag zur Effizienzsteigerung und Arbeitsorganisation.

Welche Rolle spielt KI bei Lernstrategien?

Künstliche Intelligenz unterstützt durch personalisierte Lernpfade, Lernanalysen und adaptive Inhalte, die sich an Tempo und Bedarf der Mitarbeitenden anpassen. Gleichzeitig erleichtert sie den Arbeitsalltag durch automatisierte Prozesse und intelligente Assistenzsysteme.

Quellen und Leseempfehlungen

Baros, W. & Sailer, M. (Hrsg.) (2021): Bildung und Kompetenz in Konkurrenz?. Wiesbaden: Springer VS. 

Druyen, T., Heil, C. & Tsvasman, L. (2026): Zukunftspädagogik: Bildung und Lernen neu denken. Wiesbaden: Springer Nature. 

Ghadiri-Mohajerzad, H. & Schrader, J. (2024): Wissenstransfer im Bildungsbereich: Konzepte, Erfahrungen und Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS. 

Huber, M. & Döll, M. (Hrsg.) (2023): Bildungswissenschaft in Begriffen, Theorien und Diskursen. Wiesbaden: Springer VS. 

Lübken, A. & Wiemer, M. (2025): Künstliche Intelligenz in Bildungseinrichtungen: Orientierung für Schulen, Hochschulen und Weiterbildung. Wiesbaden: Springer VS. 

PFH Private Hochschule Göttingen. (o. D.). Lernstrategien und Lernmethoden im Studium: Lernen lernen. https://www.pfh.de/blog/lernstrategien-und-lernmethoden-im-studium-lernen-lernen 

Schulz, S. (2020): Selbstreguliertes Lernen mit mobil nutzbaren Technologien: Lernstrategien in der beruflichen Weiterbildung. Wiesbaden: Springer Fachmedien. 

Spöttl, G. & Tärre, M. (Hrsg.) (2024): Didaktiken der beruflichen und akademischen Aus- und Weiterbildung: Rückblick, Bestandsaufnahme und Perspektiven. Wiesbaden: Springer Gabler. 

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