Mann mit Brille und Bart trägt ein graues Hemd und hält ein Tablet in den Händen, während er lächelnd zur Seite blickt
Arbeitsrecht
Seminar 531340

Equal Pay & Entgelttransparenz – Pflichten, Prozesse, typische Stolperfallen 

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490,00 Mitglieder: 465,50
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Wichtige Änderungen zum 1. Juni 2026    

Mit der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird Entgelttransparenz ab Mitte 2026 für viele Organisationen deutlich verbindlicher. Spätestens bis 7. Juni 2026 muss Deutschland die Vorgaben in nationales Recht überführen – damit steigen Transparenz-, Dokumentations- und Nachweispflichten rund um Vergütung spürbar. Was bisher oft nur punktuell relevant war, wird zu einem zentralen HR- und Compliance-Thema. 

Im Seminar erhalten Sie einen kompakten, praxisnahen Überblick über die neuen Anforderungen und deren Umsetzung: Auskunftsansprüche, Zuständigkeiten, Fristen, Formvorgaben sowie die belastbare Ermittlung von Vergleichsentgelten und Vergleichstätigkeiten. Sie beleuchten typische Stolperfallen wie unklare Vergleichsgruppen, uneinheitliche Entgeltbestandteile, fehlende Dokumentation oder Reibungen zwischen HR, Führung und Payroll – und ordnen das Zusammenspiel mit Tarifbindung, Entgeltordnungen, Stellenbewertung und Vergütungsrichtlinien ein. 

Besonderes Augenmerk liegt auf der „Employee Journey“, vor allem im Recruiting: Informationen zum Einstiegsgehalt bzw. zur Gehaltsspanne müssen früher bereitgestellt werden, Fragen nach der Gehaltshistorie werden kritisch bzw. unzulässig. Zusätzlich werden Berichtspflichten stufenweise ausgeweitet (u. a. ab 100 Beschäftigten, je nach Größe erstmals ab 2027 bzw. 2031). Mit Fallbeispielen und Checklisten entwickeln Sie eine Vorgehensweise, wie Sie Datenlage, Standards und Prozesse prüffähig aufstellen – damit Entgelttransparenz handhabbar bleibt. 

Inhalt

Pflichten & Anwendungsbereich – was gilt für wen? 

  • Zielsetzung & Systematik des EntgTranspG
  • Anwendungsbereich im Unternehmen: Schwellenwerte, betroffene Personengruppen, relevante Entgeltbestandteile
  • Schnittstellen: AGG/Equal Pay, Datenschutz 
  • EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2026: Was weiter zu beachten ist

Auskunftsanspruch sicher managen – Schritt für Schritt Prozess 

  • Eingang & Form: wer darf fragen, in welcher Form, an wen?
  • Zuständigkeiten: HR, Führungskraft, Betriebsrat – typische Rollenmodelle
  • Fristen & Ablauf: Prozesskette von Intake bis Antwort
  • Inhalt der Auskunft: Kriterien/Verfahren der Entgeltfindung, Vergleichstätigkeit, Vergleichsgruppe, Median
  • Dokumentation & Nachweisfähigkeit (Audit/Compliance)

Typische Stolperfallen – und wie man sie sauber löst 

  • „Gleich“ vs. „gleichwertig“: typische Fehlannahmen
  • Variable Vergütung/Bonus/Zulagen: welche Bestandteile wie darstellen?
  • Teilzeit, Elternzeit, Sonderrollen: Vergleichbarkeit & Missverständnisse
  • Kommunikation: Erwartungsmanagement gegenüber Mitarbeitenden & Führungskräften

Prozesse & Governance im Unternehmen etablieren 

  • Zielbild: „EntgTranspG-ready“ (Rollen, Verantwortlichkeiten, Datenquellen)
  • Standardisierung: Templates, Textbausteine, FAQs, interne Richtlinie
  • Datenschutz & Vertraulichkeit praktisch umsetzen (Zugriffsrechte, Datenminimierung)
  • Betriebsrat konstruktiv einbinden (do’s & don’ts)

Prävention – Entgeltstrukturen prüfen, Risiken reduzieren 

  • Quick-Check: Wo entstehen typischerweise Pay-Gap-Risiken?
  • Minimal-Analyse: Welche Datenfelder braucht man wirklich?
  • Maßnahmen ableiten: von „Sofort“ (z.B. Zulagenlogik) bis „strukturell“ (Grading/Pay Bands)

Ihr Nutzen

  • Sie lernen die zum 1. Juni 2026 eintretenden Neureglungen kennen und können die notwendigen Vorbereitungen in Ihrem Unternehmen treffen. 
  • Sie verstehen die Pflichten aus dem Entgelttransparenzgesetz und setzen Auskunftsansprüche rechtssicher und fristgerecht um.
  • Sie gestalten klare Prozesse und Zuständigkeiten und stellen eine belastbare Daten- und Dokumentationsbasis für Entgeltvergleiche sicher.
  • Sie erkennen typische Stolperfallen (Vergleichsgruppen, Entgeltbestandteile, Kommunikation) und vermeiden Haftungs- und Konfliktrisiken.
  • Sie kommunizieren Auskünfte und Entscheidungen professionell und stärken Ihre Handlungssicherheit an der Schnittstelle von HR, Führung und Payroll.

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  • angepasst an Ihre individuellen Bedürfnisse
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  • nach Absprache zeitlich flexibel umsetzbar

Weiterführende Informationen

Fach- und Führungskräfte aus der Personalabteilung, Führungskräfte mit Personalverantwortung und alle, die sich einen Überblick über die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und deren rechtskonforme Umsetzung verschaffen möchten 

Pia-Alexandra Kappus

Pia-Alexandra Kappus

Pia-Alexandra Kappus
Rechtsanwältin Pia-Alexandra Kappus ist seit über 20 Jahren als Fachanwältin für Arbeitsrecht in der Frankfurter Kanzlei Kappus & Bohne (vormals Poppe & Kappus) tätig. Sie ist Partnerin der Kanzlei und vertritt im Arbeitsrecht sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeberseite mit Schwerpunkt auf der Beratung von mittelständischen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Im Rahmen dieser Tätigkeit unterstützt sie im außergerichtlichen Bereich Personalabteilungen, damit schon im Vorfeld eventueller folgender Arbeitsgerichtsprozesse die Weichen richtig gestellt werden können. Sie verfügt über sehr große Prozesserfahrung bis hin zum Bundesarbeitsgericht. Pia-Alexandra Kappus hält seit vielen Jahren Fortbildungen im Arbeitsrecht, vor allem Schulungen von Personalsachbearbeitern und Personalleitern sowie Inhouse-Schulungen bei Arbeitgebern.

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